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Reise

Weltneuheit: Park-Roboter am Flughafen

Seit Montag funktioniert das Parken am Düsseldorfer Flughafen vollautomatisch - durch eine technische Weltneuheit: Roboter namens "Ray" nehmen Autos in Empfang und setzen sie in Parklücken.

Roboter übernehmen künftig das Einparken von Autos am Düsseldorfer Flughafen. Der Airport präsentierte am Montag die technische Weltneuheit des bayerischen Start-up-Unternehmens Serva. Park-Roboter namens "Ray" heben die Wagen wie fahrerlose Gabelstapler am Parkhauseingang an und stellen sie in freie Lücken. Parkhaus-Betreiber können nach Angaben der Ingenieure 40 bis 60 Prozent mehr Autos auf gleicher Fläche unterbringen. Es gebe bereits Anfragen aus aller Welt, sagte Serva-Gründer Rupert Koch.

Für 29 Euro Parkgebühr pro Tag erspart "Ray" das Gekurbel und Gekurve in engen Betongeschossen und die Suche auf scheinbar endlosen Parkdecks nach einer freien Lücke: Das Premiumparken am Airport sei mit "Ray" nicht teurer geworden, nur bequemer, versichern die Parkhausbetreiber. Die Zielgruppe sind Geschäftsleute.

Und so funktioniert es: Der Kunde stellt sein Fahrzeug in einer Übergabebox ab. Das Robotersystem parkt es ein. Die Ingenieure haben "Ray" mit der Flugdatenbank verbunden. Sobald der Flieger des Autobesitzers gelandet ist, erfährt "Ray" dies automatisch und kann den Wagen herbeischaffen und bereitstellen. Der Wagenbesitzer wird schon beim Abstellen des Wagens gefragt, ob er Gepäck aufgeben wird - entsprechend mehr Zeit kann sich "Ray" lassen.

Das System weiß auch, ob ein Geschäftsmann direkt am Terminal aussteigt und in wenigen Minuten da ist, oder der Wagenbesitzer im Ferienflieger mit Bustransfer landet. Das ist wichtig, damit die Autos in der richtigen Reihenfolge parat stehen, wenn die Besitzer zurückkehren. Wenn er nicht gerade seinen Akku aufladen muss, arbeitet "Ray" auch nachts. Dann optimiert er den Lagerbestand an Autos und sortiert die Ausgabe der Wagen vor.

cdei (dpa, afp)