1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Sport

Weltmeister Spanien vorzeitig gescheitert

Die Sensation ist perfekt. Titelverteidiger Spanien verliert gegen Chile 0:2 und scheitert damit bereits in der Vorrunde. Die Südamerikaner qualifizieren sich - wie die Niederlande - vorzeitig fürs Achtelfinale.

Vargas erzielt das 1:0 für Chile. Foto: dpa-pa

Der Anfang vom Ende: Vargas erzielt das 1:0 für Chile

Im Maracana-Stadion von Rio de Janeiro ist eine Ära des Weltfußballs zu Ende gegangen. Spanien verabschiedet sich nach drei Titelgewinnen in Serie vorzeitig aus dem WM-Turnier. Der Welt- und Europameister verlor nach der

1:5-Niederlage gegen die Niederlande

auch sein zweites Spiel der Gruppe B gegen Chile mit 0:2 (0:2) und hat damit keine Chance mehr, das Achtelfinale zu erreichen. Eduardo Vargas (20. Minute) und Charles Aranguiz (43.) schossen vor 75.000 Zuschauern die Treffer für Chile und die Spanier aus dem WM-Rennen. Die Südamerikaner stehen damit bereits ebenso im Achtelfinale wie die Niederländer, die zuvor

Australien mit 3:2 besiegt

hatten.

Wieder ein Fehler von Casillas

Spaniens Trainer Vicente del Bosque hatte seine Mannschaft im Vergleich zur Auftaktschlappe gegen die Niederlande auf zwei Schlüsselpositionen verändert. Mittelfeldregisseur Xavi, der Kapitän des FC Barcelona, saß ebenso auf der Ersatzbank wie Abwehrchef Gerard Pique. Für die beiden Stars spielten Pedro und Bayern-Profi Javi Martinez. Doch die Umstellungen verpufften ohne große Wirkung: Wer gedacht hatte, der Weltmeister würde sich mit Macht gegen das vorzeitige WM-Aus stemmen, sah sich getäuscht. Chile übernahm von Beginn an das Kommando. Schon nach 50 Sekunden musste Jordi Alba in höchster Not vor Eduardo Vargas klären. In der 20. Minute zappelte der Ball dann erstmals im Netz der Spanier. Aranguiz bediente Vargas, der den spanischen Torwart Iker Casillas umkurvte und mit der Fußspitze zum 1:0 für Chile einschob. Beim zweiten Treffer der Südamerikaner machte Casillas, der schon gegen die Niederlande gepatzt hatte, eine noch unglücklichere Figur. Einen Freistoß von Alexis Sanchez faustete er direkt vor die Füße von Aranguiz, der - wieder mit der Picke - zum 2:0 vollstreckte.

Busquets schlägt sich die Hände vors Gesicht. Foto: dpa-pa

Fassungslos: Busquets vergibt die Riesenchance zum 1:2

Beste Chancen vergeben

Mit Beginn der zweiten Hälfte musste mit Xabi Alonso ein weiterer Held vergangener Tage auf der spanischen Bank Platz nehmen. Für ihn kam Koke - und Spanien in der Folge besser ins Spiel. In der 53. Minute hätte Sergio Busquets den ersten Treffer für die Spanier machen müssen. Diego Costa hatte ihn per Fallrückzieher im Strafraum angespielt, doch Busquets brachte das Kunststück fertig, den Ball aus kurzer Entfernung neben den linken Pfosten des chilenischen Tors zu schieben. Trainer del Bosque brachte Stürmer Fernando Torres für den glücklosen Costa. Das Tor aber hätten wenig später fast die Chilenen gemacht. Wie zuvor Busquets bei den Spaniern, vergab auf der Gegenseite Maurico Isla (69.) freistehend aus kurzer Entfernung. Bei den spanischen Fans im weiten Rund des Maracana-Stadions machte sich Ernüchterung breit. Je leiser sie wurden, desto lauter ertönten die Jubelgesänge der chilenischen Anhänger. Die Spanier hatten noch einige gute Chancen, scheiterten jedoch immer wieder am glänzenden chilenischen Torwart Claudio Bravo.

Del Bosque: "Keine schlechte Mannschaft"

Spaniens Trainer del Bosque präsentierte sich nach dem WM-Debakel fast trotzig. "Wir sind keine schlechte Mannschaft", sagte der 63-Jährige im ARD-Interview. Die Ära der Spanier sei noch nicht zu Ende. "Es gibt bei uns sehr viele gute Spieler."

Chile qualifiziert sich mit dem 2:0-Sieg gegen Spanien vorzeitig fürs Achtelfinale. Im letzten Vorrundenspiel gegen die Niederlande geht es am Montag (23.06.2014) nur noch darum, wer als Gruppensieger in die Runde der letzten 16 einzieht. Neben Spanien ist auch Australien vorzeitig ausgeschieden. Beide Teams spielen am Montag um den bedeutungslosen dritten Platz in der Gruppe B.

Die Redaktion empfiehlt