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Wirtschaft

Weltbank flirtet mit Chinas Entwicklungsbank AIIB

Die Weltbank will mit der von China initiierten neuen Entwicklungsbank für Asien AIIB zusammenarbeiten, sagt ihr Präsident. Ein Affront gegen die US-Regierung, die bislang allen rät: Finger weg!

Alle würden von einer Allianz zwischen Weltbank und einer asiatischen Infrastruktur-Investmentbank profitieren, "besonders die Armen und am stärksten Verwundbaren", sagte Weltbank-Präsident Jim Yong Kim am Dienstag (07.04.2015). Er plane, auf der Frühjahrskonferenz von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank in der kommenden Woche Vertreter der chinesischen Regierung zu treffen, um über Kooperationen zu sprechen. In diesem Zusammenhang stellte Kim die gemeinsame Finanzierung von Infrastruktur-Projekten in Aussicht.

Das AIIB-Projekt (Asian Infrastructure Investment Bank) war im vergangenen Jahr von China aus der Taufe gehoben worden. Ziel der Bank ist es, mehr Investitionen in die Infrastruktur - Straßen, Telekommunikationsnetze und andere Bereiche - nach Asien zu leiten. Hintergrund ist, dass sich China sowohl im IWF, in der Weltbank und in der Asiatischen Entwicklungsbank (ADB) nicht ausreichend vertreten fühlt und eine Dominanz der Amerikaner beklagt.

Keine Konkurrenz?

So besitzt China selbst in der ADB nur 5,47 Prozent an Stimmrechtsanteilen, während Japan und die USA jeweils 13 Prozent haben. Bisher war vermutet worden, dass die AIIB in Konkurrenz zur Weltbank und ADB treten könnte, in denen die USA jeweils eine starke Stellung haben.

Bei einer Zeremonie am 24. Oktober 2014 in Peking hatten 21 Länder, vornehmlich aus der Region, die Absichtserklärung zur Gründung der Bank unterzeichnet. Die US-Regierung hatte zur Zurückhaltung bei einem Engagement bei der AIIB gemahnt. Trotzdem haben sich bereits mehr als 50 Länder, darunter Deutschland, Großbritannien und Frankreich, der Initiative angeschlossen.

wen/hmf (dpa, rtr)