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Wirtschaft

Weltbürger bei der Lösungsfindung

Grenzen überwinden und Freiräume schaffen: Das 4. Global Economic Symposium (GES) will Denkanstöße liefern für die Herausforderungen unserer Zeit. Ein Gastbeitrag von Alessio Brown und Dennis Snower.

Logo des GES (Quelle: GES Kiel)

Kiel ist vom 4. bis zum 6. Oktober Gastgeber des Global Economic Symposiums (GES), das vom Institut für Weltwirtschaft und der Bertelsmann Stiftung in Kooperation mit der Deutschen Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften (ZBW) Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft organisiert wird. Die arabische Revolution, die Finanzkrise und Fukushima zeigen eindringlich, dass Lösungen globaler Spannungsfelder nicht ohne internationale Kooperation zu bewerkstelligen sind. Oft unterliegt eine Lösung aber den nationalen Interessen der Staaten und verhindert damit ganzheitliches Denken. Einen Freiraum für ein solches Denken bietet das Global Economic Symposium (GES), in dem Wissenschaftler, Politiker und Unternehmer als globale Bürger zusammen kommen, um losgelöst von nationalen und beruflichen Zwängen, Lösungen zu finden, die helfen mit den Herausforderungen unserer Zeit fertig zu werden.

Die Panel Sessions des GES fokussieren sich auf die Lösungsfindung für globale Probleme. Im Gegensatz zu den Panels generieren die Roundtables des GES Ideen zu verschiedenen Themen wie Energiepolitik, Sicherheit der Seeschifffahrt und nachhaltige Nutzung der Meere, die in der Zukunft zur Lösungsfindung in den Panels beitragen sollen. Die Analysen und Untersuchungen, auf denen diese Ansätze basieren, sind im "Virtual GES" zu finden, der Internetplattform des GES. Dort finden sich detailliertes Datenmaterial, Hintergrundstudien, Faktensammlungen, verwandte Artikel, Lösungsvorschläge und Diskussionsforen.

Virtueller Wissensfundus

Dennis Snower, Präsident des Instituts für Weltwirtschaft (Foto: dpa)

Dennis Snower

Das "Virtual GES" soll zu einem umfassenden Kompendium zur Lösung globaler Probleme werden. Die Ergebnisse jedes Symposiums werden unter dem Titel "Global Economic Solutions" in Buchform veröffentlicht. Es fasst alle Lösungsvorschläge, auf die sich die Symposiumsteilnehmer geeinigt haben, zusammen und wird Regierungen und bedeutenden internationalen Organisationen präsentiert und zur Verfügung gestellt. Es ist eine Inspirationsquelle, aber auch ein Katalysator für Politiker, Geschäftsleute oder engagierte Bürger und ist die Grundlage eines dauerhaften Dialogs über die Lösung globaler Probleme.

In diesem Jahr wird das Virtual GES zusätzlich einer breiteren Öffentlichkeit Zugang zu den Debatten des GES verschaffen, indem alle Roundtables als Livestream zu sehen sein werden. Gleichzeitig wird eine große Zahl an Bloggern alle Veranstaltungen des GES 2011 begleiten und über diese berichten.

Die "Global Economic Fellows"

Alessio J.G. Brown, geschäftsführender Direktor des Global Economic Symposiums (GES); Copyright: GES

Alessio J.G. Brown

Das "Global Economic Fellows"-Programm des Symposiums stellt die Initiativen junger, vielversprechender Menschen vor, die sich mit der Lösung globaler Probleme befassen. Dieses Programm soll eine internationale Plattform schaffen, auf der die begabtesten Köpfe der nächsten Generation die Lösungen globaler Probleme erkennen, analysieren und bewerten können.

Die "Global Economic Fellows", oder kurz "GEFellows", sind außergewöhnlich kreative junge Menschen, die bereits bemerkenswerte Beiträge zur Lösung verschiedener Aspekte globaler Probleme geleistet haben. Diese jungen Menschen zeigen alle Anlagen, zum Führungspersonal auf ihren jeweiligen Gebieten zu gehören, sei es in der Wissenschaft, im Geschäftsleben oder der Politik, in den Medien oder in privaten Organisationen. Sie treiben Projekte, die im globalen öffentlichen Interesse liegen, voran. Sie suchen innovative Antworten auf globale Herausforderungen und wollen dabei nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung, soziale Verantwortung und Wachstum, Unterstützung der Armen sowie ökonomische, politische und gesellschaftliche Sicherheit erreichen.

Die "GEFellows" sind Teil eines Dialogs der Generationen über die Problemlösungen innerhalb des GES. Sie initiieren Projekte in globalen Aktionsprogrammen und errichten Netzwerke junger, talentierter und engagierter Menschen. Sie entwickeln Ideen für das "Virtual GES" und nehmen an der öffentlichen Meinungsbildung teil und sind somit Teil der „New Forces of Global Governance“, die sich über nationale Grenzen hinweg zusammenfinden, um Veränderungen voranzutreiben.

Die Gastautoren:

Dennis J. Snower ist ein amerikanischer Wirtschaftswissenschaftler, seit Oktober 2004 Präsident des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel sowie Professor für theoretische Volkswirtschaftslehre an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählen Beschäftigungspolitik und Arbeitslosigkeit.

Alessio J.G. Brown ist Geschäftsführender Direktor des Global Economic Symposiums (GES), sowie Forscher am Institut für Weltwirtschaft und Berater der Weltbank. Seine Forschung beschäftigt sich mit Beschäftigungsanreize und –politiken.

Redaktionelle Bearbeitung: Henrik Böhme

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