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Politik

Welt-Ozean-Konferenz will mehr fürs Meer

Die Rolle der Regenwälder beim Klimaschutz ist weitgehend bekannt. Wie wichtig aber auch die Weltmeere fürs Klima sind, damit befasst sich jetzt die erste Welt-Ozean-Konferenz in Indonesien.

Taucher vor Korallen (Foto: AP)

Der Schutz der Korallenriffe ist ein Thema der ersten Welt-Ozean-Konferenz in Indonesien

Bei dem fünftägigen Treffen in Manado auf der Insel Sulawesei wollen von Montag (11.05.2009) an fast 5000 Regierungsvertreter, Wissenschaftler und Umweltschützer aus 87 Staaten über die Rolle der Weltmeere beim Klimawandel diskutieren und eine gemeinsame Position für die UN-Klimakonferenz im Dezember in Kopenhagen erarbeiten. Die Tagung befasst sich vor allem mit Gefahren des Klimawandels für Küstengebiete durch steigende Meeresspiegel und Wassertemperaturen, mit Meeresverschmutzung und Meeresschutz und der Zukunft der Fischerei.

"Wir sind aus Leidenschaft für unsere Meere hier", sagte der indonesische Fischereiminister Freddy Numberi zum Auftakt der Veranstaltung. "Unsere wertvollen Meeresressourcen sind durch den Klimawandel stark bedroht". Maßnahmen zum Schutz von Meeren, Küsten und Siedlungen in Küstengebieten seien daher dringend erforderlich. Numberi appellierte an die Delegierten, trotz der Wirtschaftskrise die Klimaproblematik nicht zu vergessen.

Meeresschutz ist Klimaschutz

Palmen auf Madagaskar (Foto: dpa)

Durch den Klimawandel gefährdet: Siedlungen in Küstennähe

Ein weiteres wichtiges Thema der Konferenz ist die Rolle der Ozeane als Speicher von Kohlenstoff zur Reduzierung der Treibhausgase in der Atmosphäre. Indonesien will erreichen, dass die Meere als solche Speicher anerkannt werden, ähnlich wie die Tropenwälder. Damit könnten Staaten mit großen Meeresflächen in einer Treibhausbilanz viele Punkte sammeln. Die Ozeane spielten eine entscheidende Rolle im Klimasystem, sagte der indonesische Außenminister Hassan Wirajuda. Die sei aber in den Gesprächen über den Klimawandel bisher nicht berücksichtigt worden.

Die Ergebnisse der Konferenz sollen in einer "Deklaration von Manado" zusammengefasst werden. Das Dokument soll dann in die Klimaschutzverhandlungen in Kopenhagen eingebracht werden. In der dänischen Hauptstadt soll der Startschuss für einen Folgevertrag zum Kyoto-Protokoll über die Reduzierung der Treibhausgase fallen.

Am Freitag wollen die Staats- und Regierungschefs der sechs Länder im sogenannten Korallendreieck zusammenkommen, um über einen besseren Schutz für Korallenriffe zu beraten. Das 5,4 Millionen Quadratkilometer große Seegebiet zwischen den Philippinen, Malaysia, Papua-Neuguinea, Osttimor und den Salomonen-Inseln gilt wegen seiner Artenvielfalt als "Regenwald der Meere". (gmf/rri/dpa/afp/ap)

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