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Kultur

Welt der Architektur an der Spree

In Berlin findet vom 22. bis zum 26. Juli 2002 der XXI. Architektur-Weltkongress statt. Architekten aus aller Welt wollen der Frage nachgehen, auf welche Weise die Architektur zu einer lebenswerten Umwelt beitragen kann.

Bundeskanzleramt in Berlin bei Nacht (Foto: picture alliance / dpa)

Bundeskanzleramt in Berlin

Keine andere Metropole der Welt hat sich städtebaulich im vergangenen Jahrzehnt so stark verändert wie Berlin. Potsdamer Platz, Spreebogen, Regierungsviertel, Jüdisches Museum und Friedrichstraße sind nur einige prominente Beispiele dafür. Nun sollen Experten aus aller Welt einen Einblick in die Metamorphosen der Stadt bekommen.

Ressource Architektur

Bauhausarchivs in Berlin-Tiergarten

Bauhausarchivs in Berlin-Tiergarten

Rund 6000 Teilnehmer aus mehr als 100 Ländern wollen unter dem Motto "Ressource Architektur" über umweltgerechtes Bauen und Wohnen im 21. Jahrhundert diskutieren. Aber nicht über Architektur als Thema für sich allein, sondern im Zusammenhang mit den Bereichen Ökonomie, Ökologie, Gesellschaft und Kultur. Außerdem steht die Architektur Berlin selbst im Mittelpunkt, sagt Andreas Gottlieb Hempel, Präsident des Weltkongresses. Zum anderen sei die Veranstaltung, die erstmals in Deutschland stattfindet, in die Hauptstadt geholt worden, "da deutsche Architekten Nachholbedarf haben, ihre Architektur weltweit zu präsentieren".

Dialog zwischen Zivilisationen

Thematisiert werden soll in Vorträgen, Workshops und Diskussionen unter anderem, wie das Wohnen in der Zukunft aussehen kann, wo die Grenzen von Metropolen liegen, wie neue Arbeitswelten gestaltet werden können. "Wir haben nur beschränkte Ressourcen und müssen sie Energie sparend verwenden, damit wir der nächsten Generation noch etwas weitergeben", erklärt Hempel. Der Kongress solle zudem dazu beitragen einen Dialog zwischen Zivilisationen und Regionen zu führen, der sich gegen die Gleichmacherei der Globalisierung richte. Damit solle "der ökonomischen Plattmacherei des Bauens" entgegengewirkt werden.

Flankierende Ausstellungen

Das Museum Hamburger Bahnhof in Berlin (Foto: dpa)

Das Museum Hamburger Bahnhof in Berlin

Die hohe Baukunst steht jedoch nicht nur beim Kongress im Mittelpunkt. In ganz Berlin finden zahlreiche Architektur-Ausstellungen statt. Mehr als 80 Galerien beschäftigen sich unter dem Titel "rethinking: space time architecture" mit dem Thema Kunst und Architektur. Daneben sind Ausstellungen im Postbahnhof am, im Martin-Gropius-Bau, in der britischen Botschaft und im Haus der Kulturen der Welt zu sehen. Auf dem Messegelände präsentieren 150 Aussteller auf der "PlanCom" innovative Projekte.

Stellenwert der Baukunst

Ein Höhepunkt soll die Schau "Die Hand des Architekten" im Alten Museum werden, bis zum 29. September zu sehen ist. Die Ausstellung zeigt die Geschichte der Architektur und der Stadtplanung in Berlin vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart anhand von fünf Beispielen. 300 Zeichnungen und 17 Modelle stellen die Entwicklung vom Pariser Platz, Potsdamer Platz, Alexanderplatz, Spreebogen und Berlin-Mitte dar.

Das nächste Mal soll der von der Union Internationale des Architectes veranstaltete Kongress 2005 in Istanbul stattfinden. Bis dahin, so hofft Hempel, soll die Baukunst in Deutschland einen höheren Stellenwert erhalten haben.

Autor: Wim Abbink
Redaktion: Ingun Arnold

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