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Wirtschaft

Weiterhin niedrige Inflation in Deutschland

Billigere Energie hält die Inflationsrate in Deutschland auf dem niedrigsten Stand seit viereinhalb Jahren - die Teuerung verharrt bei vergleichsweise mäßigen 0,8 Prozent.

Das teilte das Statistische Bundesamt am Montag mit. Die Teuerungsrate blieb damit den dritten Monat in Folge auf diesem Niveau. Noch niedriger lag sie zuletzt im Februar 2010, als die Wirtschaft mit den Nachwehen der weltweiten Finanzkrise zu kämpfen hatte.

Die Europäischen Zentralbank (EZB) spricht nur beim Werten knapp unter zwei Prozent von stabilen Preisen. Um einen für die Wirtschaft schädlichen Preisverfall auf breiter Front in der Euro-Zone zu verhindern, hat sie ihren Leitzins auf das Rekordtief von 0,05 Prozent gesenkt. Außerdem pumpt sie Milliarden an billigem Geld in die Wirtschaft.

Mieten und Nahrungsmittel werden teurer

Die geringe Inflation in Deutschland geht in erster Linie auf fallende Energiepreise zurück. Diese sanken um 2,2 Prozent im Vergleich zum September 2014, wobei vor allem Heizöl, Benzin und Diesel günstiger zu haben waren. Nahrungsmittel verteuerten sich hingegen um 0,9 Prozent, die Nettokaltmieten um 1,4 Prozent.

Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) sagt für dieses Jahr eine durchschnittliche Teuerungsrate von rund 1,25 Prozent voraus. 2015 soll sie bei gut 1,5 Prozent liegen. "Die Kaufkraftverluste durch Inflation bleiben niedrig", sagte IW-Direktor Michael Hüther. Im zweiten Quartal hatten die Löhne um 2,3 Prozent zugelegt - fast doppelt so stark wie die Verbraucherpreise.

ul/wen (rtr, dpa)