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Nordkorea

Weiterer US-Bürger in Nordkorea festgenommen

Vor dem Hintergrund des aktuellen Streits mit den USA hat Nordkorea wieder einen amerikanischen Staatsbürger in Haft genommen. Er wurde am Flughafen in Pjöngjang gefasst, als er das Land verlassen wollte.

Die Schwedische Botschaft in Pjöngjang, die für die USA die Vertretung in dem kommunistischen Land wahrnimmt, teilte mit, ihr sei die Festnahme bekannt. Wie die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap meldet, handelt es sich um einen US-Bürger mit koreanischen Wurzeln. Der Mann Ende 50, der früher in China als Professor arbeitete, hatte sich einen Monat lang in Nordkorea aufgehalten, um über Hilfsaktionen für das verarmte Land zu beraten. Laut Yonhap erfolgte der Zugriff der Behörden bereits am Freitag bei der Abreise auf dem Internationalen Flughafen der Hauptstadt Pjöngjang.

Er ist der dritte US-Bürger, der in Nordkorea festgehalten wird. Im vergangenen Jahr wurde ein 21-jähriger Student aus Cincinnati zu 15 Jahren Arbeitslager verurteilt. Das Regime wirft ihm vor, Propagandamaterial gestohlen zu haben. Unter dem Vorwurf der Spionage war ebenfalls 2016 ein gebürtiger Südkoreaner mit US-Pass zu zehn Jahren Arbeitslager verurteilt worden.

Nordkorea provoziert mit weiterem Raketentest (Getty Images/AFP/Str.)

Seit Jahren provoziert Nordkorea mit Raketentests, zuletzt am vergangenen Wochenende, als US-Vize Mike Pence in Südkorea war

US-Flugzeugträger soll vor Nordkorea in Stellung gehen

Die Spannungen zwischen den USA und dem international weitgehend isolierten Nordkorea hatten sich zuletzt erheblich verschärft. Nach Angriffsdrohungen des kommunistischen Regimes von Staatschef Kim Jong Un ordnete US-Präsident Donald Trump an, dass ein Flugzeugträger in die Gewässer vor der koreanischen Halbinsel fahren soll.

Nordkorea reagierte darauf mit weiteren aggressiven Tönen: Das Militär sei gefechtsbereit und könnte den US-Flugzeugträger mit einem einzigen Angriff versenken, hieß es in einem Kommentar der amtlichen Zeitung "Rodong Sinmun".

US-Vizepräsident Mike Pence hatte sich jüngst noch zuversichtlich gezeigt, dass es zu nicht zu einer militärischen Konfrontation kommen werde. Dazu könnte laut seinen Worten insbesondere das Eingreifen Chinas beitragen, dem wichtigsten Verbündeten Nordkoreas.

uh/ml (dpa, rtr, ap)

 

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