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Welt

Weitere Tote nach Tornados in den USA

Über die USA sind weitere Tornados hinweggezogen. Betroffen waren diesmal vor allem die US-Bundesstaaten Oklahoma, Kansas und Arkansas. Dabei kamen mindestens neun Menschen ums Leben.

Tornado (Foto: AP)

Es brauen sich immer wieder neue Tornados zusammen

Die Serie tödlicher Tornados in den USA reißt nicht ab. Bei Wirbelstürmen nahe Oklahoma City im Bundesstaat Oklahoma sind in der Nacht zum Mittwoch (25.05.2011) mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Etwa 60 Menschen wurden verletzt. Die Windschwindigigkeit soll nach Angaben der Behörden bis zu 243 Stundenkilometern betragen haben. Im Staat Kansas starben zwei Menschen, als ein umstürzender Baum auf einen Minibus fiel. Auch in Arkansas würden zwei Menschen durch herumwirbelnde Gegenstände getötet.

Eine neue Unwetterwarnung löste auch in der von einem Tornado schwer zerstörten Stadt Joplin in Missouri Angst aus. Bis in den frühen Mittwochmorgen (Ortszeit) hinein wurden heftige Gewitterstürme mit der Möglichkeit neuer Tornados vorhergesagt.

Warnungen auch für andere US-Bundesstaaten

zerstörtes Haus im US-Bundesstaat Kansas (Foto: AP)

Dieses Haus in Kansas konnte dem Sturm nicht standhalten

Auch in anderen Teilen der USA drohte eine ganze Serie von Tornados. Neben Oklahoma, Missouri Kansas und Arkansas gab der nationale Wetterdienst Warnungen für Teile von Nebraska, Illinois und Texas aus. Ein Tornado, der bereits am späten Dienstagabend (Ortszeit) den texanischen Großraum Dallas-Fort Worth heimsuchte, ging nach ersten Meldungen anscheinend glimpflich aus: Es gab zunächst keine Berichte über Opfer oder Verwüstungen.

In Joplin stieg die Zahl der Todesopfer durch den Tornado vom Sonntag auf 124. Es war der bisher tödlichste einzelne Wirbelsturm seit mehr als 60 Jahren. Insgesamt sind in diesem Jahr schon rund 500 Menschen in den USA durch Tornados ums Leben gekommen, allein mehr als 300 bei einer Serie von Stürmen in sechs Bundesstaaten Ende April.

In Joplin wird weiter nach Überlebenden gesucht

Mann im Trümmerfeld mit umgestürzten Autos (Foto: AP)

Ein Drittel der Stadt Joplin wurde zerstört

Rettungsmannschaften suchten am Dienstag in den Trümmerbergen von Joplin weiter nach Überlebenden. Zahlreiche Menschen wurden noch vermisst. Aber die Hoffnungen sinken. Nachdem sich die Teams durch den leichteren Schutt gearbeitet haben, werden nun schwere Betonplatten zusammengestürzter größerer Gebäude gehoben - das macht die Bergung Überlebender zunehmend weniger wahrscheinlich. Der Tornado hatte in Joplin etwa 2000 Gebäude zerstört. Nach Schätzungen wurde rund ein Drittel der Stadt dem Erdboden gleichgemacht.

US-Präsident Barack Obama will Joplin nach der Rückkehr von seiner derzeitigen Europareise am Sonntag besuchen.

Autorin: Annamaria Sigrist (dpa, dpad, afp)
Redaktion: Reinhard Kleber

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