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Aktuell Amerika

Weitere Tote nach Erdrutsch geborgen

Drei Tage nach dem verheerenden Erdrutsch im US-Staat Washington haben die Einsatzteams zwei weitere Leichen geborgen. 176 Menschen werden immer noch vermisst.

Noch ist das ganze Ausmaß der Erdrutsch-Katastrophe in der kleinen Gemeinde Oso nicht absehbar. Neben den zwei Toten seien vermutlich weitere acht Opfer aufgespürt, aber noch nicht geborgen worden, erklärte Feuerwehrchef Travis Hots. Damit ist die Todeszahl auf 16 gestiegen. "Leider haben wir keine weiteren Lebenszeichen entdeckt", sagte Hots.

Die Sucharbeit der Einsatzteams wurde durch heftige Regenfälle erschwert. Experten der Bundesbehörde FEMA standen örtlichen Helfern zur Seite. Spürhunde hätten die meisten Opfer gefunden, erklärte Hots. Der Feuerwehrchef sprach auch vier Tage nach der Katastrophe noch von einer möglichen Rettungsaktion. "Wir geben die Hoffnung noch nicht auf, vielleicht noch jemanden in einer Luftblase (in dem Schlamm) zu finden".

Erdrutsch in USA (Foto: Getty Images)

"Wir geben die Hoffnung noch nicht auf"

Die Zahl der Vermissten bezifferte Einsatzleiter John Pennington weiterhin mit 176. Aus der Bevölkerung seien sehr viele Hinweise mit den Namen von Personen eingegangen, die sich möglicherweise an dem Unglücksort aufhielten.

Weil die Rettungskräfte sich nur vorsichtig und mit großer Mühe durch Schlamm, Geröll und Trümmer arbeiten können, dürfte es noch Tage oder gar Wochen dauern, bis die Zahl der Todesopfer klar wird. Bei dem Erdrutsch rund 100 Kilometer nördlich von Seattle waren rund 30 Häuser zerstört worden. Nach schweren Regenfällen war ein riesiger Berghang plötzlich abgebrochen und talwärts gerutscht.

pg/sti (dpa, afp, rtr)

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