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Aktuell Welt

Weitere Tote bei Kämpfen um Berg-Karabach

Eigentlich hat Aserbaidschan eine Feuerpause aufgerufen, aber die Kämpfe um die Region Berg-Karabach gehen weiter. Jetzt droht die Führung in Baku mit einer großen Offensive in der Kaukasusregion.

"Wenn die armenischen Provokationen andauern, starten wir eine umfassende Operation auf der ganzen Länge der Front und setzen alle unsere Waffen ein", sagte der Sprecher des aserbaidschanischen Verteidigungsministeriums, Vagif Dargahly, in Baku.

Auf der gegnerischen Seite warf das Verteidigungsministerium von Berg-Karabach den Aserbaidschanern vor, ihre Angriffe mit Mörsern, Raketenwerfern und Panzern in den vergangenen Tagen verschärft zu haben. Mindestens 30 Soldaten und Zivilisten sollen am Wochenende getötet worden sein.

Armenien Aserbaidschan Gefechte Berg-Karabach, ausgebranntes Haus (Foto: Reuters)

Ruinen im Kampfgebiet: Am Wochenende waren die blutigen Gefechte um Berg-Karabach wieder aufgeflammt

Eriwan spricht von Geländegewinnen

Auch in der Nacht zum Montag soll es wieder Tote gegeben haben. Das Verteidigungsministerium in Baku spricht von drei Soldaten, die bei Gefechten mit armenischen Truppen getötet wurden. Die Nachbarrepublik Armenien kämpft an der Seite von Berg-Karabach, weil das Gebiet, das innerhalb von Aserbaidschan liegt, überwiegend von Armeniern bewohnt wird.

Ein Sprecher des armenischen Verteidigungsministeriums in Eriwan sagte, die armenischen Streitkräfte seien an mehreren Stellen vorgerückt und hätten neue Positionen erobert. Baku wies diese Angaben dagegen als "falsch" zurück.

Krisenverhandlungen in Wien

Nach einem blutigen Krieg Anfang der 1990er Jahre hatte sich Berg-Karabach für unabhängig erklärt. Dies wird international nicht anerkannt und Baku hält an seinem Anspruch auf die Region fest. Trotz eines seit 1994 geltenden Waffenstillstands, der allerdings immer wieder gebrochen wird, wurde der so genannte Karabach-Konflikt nie gelöst.

Friedensverhandlungen unter Vermittlung der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) stocken seit Jahren. Für diesen Dienstag ist ein Krisentreffen in Wien geplant.

uh/mm (afp,dpa)

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