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Nach Anschlag in der U-Bahn

Weitere Festnahmen in St. Petersburg

Die russischen Sicherheitskräfte melden bei den Ermittlungen zum Anschlag in St. Petersburg neue Erfolge: Mögliche Komplizen wurden gefasst und ein weiterer Sprengsatz gefunden.

Blumen zum Gedenken an die Opfer des Terroranschlags in St.Petersburg (Reuters/Stringer)

Blumen zum Gedenken an die Opfer des Terroranschlags in St. Petersburg

Die russische Polizei hat acht Männer festgenommen, die verdächtigt werden, in den Bombenanschlag in St. Petersburg verwickelt zu sein. Wie das Staatliche Ermittlungskomitee mitteilte, wurden sechs Verdächtige in St. Petersburg festgenommen und zwei in Moskau.

Bei Durchsuchung ihrer Wohnungen sei eine Bombe sichergestellt worden, die dem nicht explodierten Sprengsatz ähnele, der in einer Petersburger U-Bahnstation gefunden worden war. Die Ermittler hätten auch Waffen und Munition gefunden, meldete die Agentur Interfax. Bereits in den vergangenen Tagen hatte es Festnahmen gegeben.

Es werde überprüft, ob es eine Verbindung der Festgenommenen zu dem mutmaßlichen Selbstmordattentäter gebe, zitierte Interfax eine Quelle in den Sicherheitsbehörden. Nach Überzeugung der Ermittlungsbehörden wurde der Anschlag in der U-Bahn der russischen Ostsee-Metropole von dem 22-jährigen Akbarschon D. verübt, einem  gebürtigen Kirgisen. Die Ermittler vermuten einen islamistischen Hintergrund.

DNA-Spuren des mutmaßlichen Täters

Bei der Explosion waren am Montag 14 Menschen getötet worden, unter ihnen auch D. Mehr als 50 Fahrgäste wurden verletzt. Die Behörden hatten den 22-jährigen unter anderem auf der Grundlage von DNA-Spuren als mutmaßlichen Täter identifiziert. D. soll seit 2011 in Russland gelebt und die russische Staatsbürgerschaft besessen haben.

Polizisten in St.Petersburg (Reuters/P. Nikolskaya)

Polizisten in St. Petersburg

Sprengsatz gefunden

In einem Wohnblock fanden Polizeibeamte zudem einen weiteren Sprengsatz. Für die Entschärfung mussten zahlreiche Anwohner ihre Appartements verlassen.
Der Sprengsatz sei der nicht explodierten Bombe ähnlich, die am Montag in einer U-Bahnstation entdeckt wurde, hieß es laut Agenturberichten in Sicherheitskreisen. Das lege den Schluss nahe, dass eine Reihe von Anschlägen in der Stadt geplant gewesen seien.

Berichte über eine Explosion im Zusammenhang mit dem Bombenfund in dem Wohnkomplex bestätigten sich nicht. Die Behörden von St.Petersburg und die Sicherheitskräfte teilten mit, bei Reparaturen seien Teile der Fassadenkonstruktion herabgestürzt. Niemand sei verletzt worden. Augenzeugen hatten zuvor berichtet, sie hätten in dem Haus einen lauten Knall gehört.

wl/uh (dpa, afp, rtr)