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Aktuell Europa

Weitere Festnahmen in Brüssel

In der belgischen Hauptstadt sind nach Terrordrohungen sechs weitere Verdächtige vorläufig festgenommen worden. Zuvor wurde aus Furcht vor Anschlägen das Silvesterfeuerwerk abgesagt.

Die Staatsanwaltschaft teilte mit, die Festnahmen seien nach Razzien in der belgischen Hauptstadt erfolgt. Noch im Laufe des Tages solle entschieden werden, ob die Personen in Gewahrsam blieben oder wieder auf freien Fuß gesetzt würden.

Es gab mehrere Durchsuchungen im Brüsseler Stadtgebiet und in Sint-Pieters-Leeuw im Umland der Hauptstadt. Die Behörden hatten bereits vor wenigen Tagen Attentatspläne für die Silvesternacht aufgedeckt und zwei Männer festgenommen. Sie bleiben weiter für einen Monat in Haft, so die Staatsanwaltschaft.

Beide Männer kommen laut Medienberichten aus dem Brüsseler Stadtbezirk Anderlecht und sind Mitglieder des Motorrad-Clubs "Kamikaze Riders", dessen Anhänger in sozialen Netzwerken zum Teil mit antisemitischen Parolen auffielen.

Menschenmassen nicht zu kontrollieren

Am Mittwochabend hatten die Behörden aus Furcht vor Anschlägen das Silvesterfeuerwerk und alle anderen öffentlichen Neujahrsfeierlichkeiten in Brüssel abgesagt. Aufgrund der Risikoanalyse des Krisenzentrums sei er dazu gezwungen, sagte Bürgermeister Yvan Mayeur.

Allein zum Feuerwerk auf dem Platz de Brouckère in der Brüsseler Innenstadt waren ursprünglich mehr als 50.000 Menschen erwartet worden. Doch solche Massenansammlungen seien nicht zu kontrollieren, sagte Mayeur. Gemeinsam mit Innenminister Jan Jambon habe er deswegen beschlossen, "die Feiern nicht zu organisieren". Premierminister Charles Michel sprach von einer harten, aber richtigen Entscheidung. Die Absage ist ein weiterer Tiefschlag für die belgische Hauptstadt.

Nach den Anschlägen von Paris am 13. November führten viele Spuren nach Belgien. Mindestens zwei der Attentäter wohnten im Brüsseler Stadtteil Molenbeek. Das Viertel gilt als sozialer Brennpunkt und Islamistenhochburg. Zu den Anschlägen in Paris mit 130 Toten bekannte sich die Extremistenmiliz "Islamischer Staat".

gri/jj (rtr, dpa, afp)