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Wirtschaft

Weiter aufwärts

Die meisten deutschen Aktien haben am Freitag ihren Aufwärtstrend fortgesetzt. Allerdings bröckelten die Gewinne in den letzten Handelsstunden wieder ab. Händler sprachen von Gewinnmitnahmen.

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Der Deutsche Aktienindex DAX schloss mit 5318 Punkten also fast ein Prozent oder 48 Zähler höher als am Vortag. Am Neuen Markt legte der Auswahlindex NEMAX 50 um 1,2 Prozent oder 15 Punkte auf 1268 zu. Zwischenzeitlich war der Auswahl-Index des Neuen Marktes, der im Verlauf der Handelswoche die größten Kursaufschläge verbucht hatte, ins Minus gerutscht.

«Die Stimmung am Markt ist nach wie vor gut», sagte ein Frankfurter Händler. Der DAX habe die Marke von 5300 Punkten überwunden und besitze weiteres Potenzial nach oben. Die am Nachmittag veröffentlichten US-Arbeitsmarktzahlen hätten zusätzlich für Erleichterung auf dem Parkett gesorgt. Die Zahl der Erwerbslosen war im Dezember weniger stark gestiegen als erwartet.

Das Papier des Chip-Herstellers Infineon legte um 2,4 Prozent zu. Angesichts steigender Chippreise wächst bei Infineon und anderen Herstellern die Hoffnung auf ein Ende der Branchenkrise. Auch SAP notierten 4,6 Prozent fester.

DaimlerChrysler verbesserten sich um 3,7 Prozent. Der Autokonzern hat seine im Februar angekündigten Ergebnisziele für das Jahr 2001 trotz der schwieriger gewordenen Bedingungen erreicht. 'DaimlerChrysler haben die Ziele erreicht, die sie sich im Februar gesteckt hatten', sagte ein Frankfurter Händler. Der Konzern hatte zuvor für 2001 ein Betriebsergebnis von 1,2 Milliarden Euro gemeldet und seine Prognosen damit getroffen.

'Noch wichtiger für die Aktie aber ist der Ausblick', sagte der Händler. Konzernchef Jürgen Schrempp hatte im Dezember erklärt, er rechne für 2002 mit einem deutlich besseren Ergebnis als im Vorjahr. Am Freitag nun hatte das Unternehmen gemeldet, es liege mit seinen Sanierungsbemühungen bei den angeschlagenen Sparten Chrysler und Freightliner 'genau im Plan'. 'Das gibt den Anlegern Hoffnung, dass es im neuen Jahr noch besser weiter gehen wird', sagte der Händler.

Obenauf war auch das Papier des Einzelhandels-Konzern Metro mit einem Gewinn von 3,5 Prozent. Händler begründeten die Zuwächse mit einer Heraufstufung durch die US-Investmentbank Merrill Lynch. Lufthansa stiegen um fast fünf Prozent. «Bei Lufthansa sorgen größere Kaufaufträge für Auftrieb», sagte ein Händler in Frankfurt. Die Umsätze seien im Vergleich zu den meisten anderen DAX-Titeln «beachtlich». Börsianer deuteten die Zahlen als Signal, dass sich nach dem Einbruch in Folge der September-Anschläge die Nachfrage im stark angeschlagenen Luftfahrtsektor langsam bessere.

Der Rentenmarkt tendierte leichter. Der Bund-Future verlor 0,1 Prozent auf 107,48 Punkte. Die Bundesbank stellte die Umlaufrendite unverändert bei 4,58 Prozent fest.

Die Schlusskurse im Dax wie immer ohne Gewähr:

adidas-Salomon 83,10 (+ 0,10)

Allianz 266,01 (- 3,73)

BASF 43,10 (+ 0,03)

Bayer 38,00 (+ 0,77)

HypoVereinsbank 35,75 (+ 0,30)

BMW 41,40 (+ 0,61)

Commerzbank 18,14 (+ 0,26)

DaimlerChrysler 51,00 (+ 1,80)

Degussa 29,11 (- 0,03)

Deutsche Bank 82,40 (+ 2,00)

Deutsche Post 15,74 (+ 0,25)

Deutsche Telekom 20,16 (+ 0,46)

E.ON AG 56,85 (- 0,50)

EPCOS 58,25 (+ 0,15)

Fresenius Med. Care 68,65 (- 0,85)

Henkel 63,30 (- 0,25)

Infineon Techno 26,83 (+ 0,63)

Linde 47,23 (+ 0,38)

Lufthansa 16,48 (+ 0,77)

MAN 25,25 (- 0,12)

Metro 41,65 (+ 1,40)

MLP 77,25 (- 2,55)

Münchener Rück 301,65 (- 5,35)

Preussag 30,20 (+ 0,55)

RWE 41,40 (- 0,75)

SAP 155,00 (+ 6,85)

Schering 58,50 (- 0,18)

Siemens 77,75 (- 0,15)

ThyssenKrupp 17,26 (+ 0,28)

VW 52,70 ( unv. )

Zu Referenzkursen der Europäischen Zentralbank entsprach der Euro

0,8954 US-Dollar

0,6217 Brit. Pfund

117,18 Japan. Yen