Weinstein plädiert auf nicht schuldig | Filme | DW | 05.06.2018
  1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

#MeToo

Weinstein plädiert auf nicht schuldig

Im Gerichtsverfahren gegen ihn hat Harvey Weinstein jetzt in New York seine Unschuld beteuert. Der einstige Hollywood-Produzent ist wegen sexuellen Missbrauchs angeklagt.

Dutzende Reporter drängelten sich vor und in dem Gerichtsgebäude im südlichen Manhattan, wo der 66-jährige Weinstein am Dienstag dem Richter des Supreme Court gegenüber trat. Auf die Fragen von Richter James Burke antwortete er leise und einsilbig. Die meiste Zeit überließ er seinem Star-Anwalt Ben Brafman das Reden. Dieser forderte für seinen Mandanten die Unschuldsvermutung ein.

Weinstein war am 25. Mai wegen einer Vergewaltigung und erzwungenen Oralverkehrs angeklagt worden. Ein Geschworenengremium bestätigte kurz darauf, dass für einen Prozess genügend Beweise gegen den früheren Filmmogul vorlägen.

Es ist der erste Missbrauchsprozess gegen Weinstein. Die ersten Vorwürfe gegen ihn waren im Oktober 2017 laut geworden, mittlerweile werfen ihm mehr als hundert Frauen sexuelle Übergriffe bis hin zu Vergewaltigungen vor.

Harvey Weinstein stellte sich am 25. Mai der Polizei

Harvey Weinstein stellte sich am 25. Mai der Polizei

In dem Verfahren in New York geht es um Vorfälle aus den Jahren 2004 und 2013. Bei einer Verurteilung drohen dem 66-Jährigen bis zu 25 Jahre Gefängnis. Die Identität der Frau, die Weinstein der Vergewaltigung bezichtigt, wurde nicht offengelegt. Der zweite Vorwurf wurde von der ehemaligen Schauspielerin und heutigen Marketingberaterin Lucia Evans erhoben. Weinstein soll mit ihr über einen Platz in der US-Reality-Sendung "Project Runway" gesprochen haben, bevor er sie in seinem Büro zum Oralverkehr zwang.

Weinstein muss erneut am 20. September erscheinen. Einen Termin für einen möglichen Prozessbeginn gibt es noch nicht. Gegen eine Kaution von einer Million Dollar (umgerechnet 855.000 Euro) darf er bisher auf freiem Fuß bleiben, muss allerdings eine elektronische Fessel tragen und sich in den US-Bundesstaaten New York und Connecticut aufhalten. Gegen Weinstein laufen auch in Los Angeles und London Ermittlungen wegen sexueller Übergriffe.

ka/rbr (dpa/afp)

Die Redaktion empfiehlt

DW KINO-Moderatoren Hans Christoph von Bock & Scott Roxborough (DW/S. Bartlick)

Dossier KINO Favoriten: Die Besten des deutschen Films

Was sind die besten Dramen, die lustigsten Komödien, die Top-Schauspielerinnen und die größten Leinwandhelden? In der Serie "KINO Favoriten" präsentiert das DW-Filmmagazin seine ganz persönliche Auswahl.