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Reise

Weihnachtswonnen in Dresden

Wenn die Tage kürzer werden und der erste Schnee fällt, ist in Deutschland die Zeit der Christkindl- und Weihnachtsmärkte gekommen. Der älteste unter ihnen ist der Dresdner Striezelmarkt.

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Der Weihnachtsmann auf dem 568. Dresdner Striezelmarkt

Während der berühmte Nürnberger Christkindlesmarkt erst 1628 erwähnt wird, beruft sich der Striezelmarkt auf die urkundliche Ersterwähnung im Jahre 1434. Damals erließen die beiden sächsischen Herzöge Friedrich II. und Sigismund ein Privileg und erlaubten das Abhalten eines Marktes "am Tage vor dem Heiligen Christabend".

Vom Braten zum Riesenstollen

Bäckermeisterin Marlies Morenz macht in ihrer Bäckerei in Dresden einen Stollen

Eine Dresdner Bäckermeisterin mit einem Original Dresdner Christstollen

Zunächst wurde nur der Festtagsbraten zum Ende der adventlichen Fastenzeit verkauft. Dann kamen immer mehr Waren dazu, ab 1474 auch der Striezel, der dem Markt den Namen gab. Mit Strudel oder Striezel bezeichnete man im Mittelhochdeutschen ein Arme-Leute-Gebäck aus Mehl, Hefe und Wasser. Aus dem eher fad schmeckenden Striezel wurde im Laufe der Jahre der wohl schmeckende Dresdner Stollen.

Um 1730 hatte Kurfürst August der Starke einen 1,8 Tonnen schweren, 18 Ellen langen und acht Ellen breiten Riesenstollen für die rund 24.000 Gäste des Zeithainer Lustlagers backen lassen. An dieses Ereignis knüpft jeweils am zweiten Striezelmarkt-Samstag das Stollenfest an. 80 Bäcker hatten im letzten Jahr 40 mal 80 Zentimeter große, elf Kilogramm schwere Stollenplatten gebacken, die zu einem vier Meter langen, drei Meter breiten, 90 Zentimeter hohen und 3800 Kilogramm schweren Stollen zusammengesetzt wurden.

Alles für den Christbaum

Holzschnitzerei aus dem Erzgebirge

Holzschnitzereien aus dem Erzgebirge

1659 hatte der Rat der Stadt Dresden entschieden, dass auch auswärtige Händler ihre Waren feilbieten dürfen. Heute bieten allein 28 Markthütten originale Holzschnitzerzeugnisse mit Echtheitszertifikat aus dem nahen Erzgebirge an. Daneben werden zahlreiche typische Produkte angeboten, wie der Nussknacker aus Holz, die Weihnachtspyramide, die Schwibbögen mit Kerzen für die Fenster, das Räuchermännchen und natürlich jede Menge Christbaumschmuck.

Das Wichtigste: Der Glühwein

So ein Weihnachtsmarktbummel macht hungrig. An zahlreichen Marktständen werden sächsische Spezialitäten wie Quarkkeulchen, Kräbbelchen, Kartoffelpuffer, aber auch Würste in allen Formen und Größen verkauft, wie Thüringer Feine, Krakauer oder Knoblauchwurst. Und weil es auf dem Winter-Weihnachtsmarkt manchmal bitterkalt ist, gibt es reichlich Getränke zum Aufwärmen. Am berühmtesten ist der sächsische Glühwein, er besteht überwiegend aus Fruchtglühwein. Es gibt ihn aber auch auf Basis von Rotwein und verschiedenen Gewürzen.

Der 569. Dresdner Striezelmarkt beginnt am 27. November 2003 und dauert bis Heiligabend

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