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Reise

Weihnachtsmärkte trotzen der Terrorangst

Die Anschläge von Paris und die Gefährdungslage auch in Deutschland haben die Situation für die Weihnachtsmärkte verändert: Sie stehen jetzt unter besonderer Beobachtung von Polizei und Sicherheitsdiensten.

Der Chef der Innenministerkonferenz, Roger Lewentz (SPD), sagte, für Fußballspiele, Weihnachtsmärkte und Karnevalsumzüge lägen keine Hinweise auf geplante Attentate vor. Die Polizei sei aber in höchster Alarmbereitschaft. Die meisten Märkte eröffnen am kommenden Montag.

Weihnachtsmärkte in Berlin, Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Thüringen sollen stärker von der Polizei geschützt und kontrolliert werden. Viele Weihnachtsmarktbetreiber haben zusätzliche Wachleute engagiert.

Glühwein und Eisbahnen gibt es in Berlin bereits in sogenannten Winterwelten, die aussehen wie Weihnachtsmärkte, etwa direkt am Potsdamer Platz. Viele Besucher haben nach der Terrorserie in Paris gemischte Gefühle. Der 49-jährige Walter Gildersleeve sagt: "Mein neunjähriger Sohn war nach den Anschlägen etwas ängstlich. Ich habe ihm dann gesagt, ein Autounfall sei wahrscheinlicher als ein terroristischer Anschlag." Eine 27 Jahre alte Winterwelt-Besucherin hält Paris dagegen nur für einen "Vorgeschmack auf die nächsten Anschläge". Und Vanessa aus Barcelona sagt: "Ich denke die ganze Zeit daran. Man fühlt sich nicht sicher, aber was soll man machen?"

Die Veranstalter in ganz Deutschland und die Polizei nehmen diese Sorgen ernst. "Die Kollegen sind schon alle sensibilisiert", versichert eine Polizeisprecherin mit Blick auf den Nürnberger Christkindlesmarkt. "Vorsicht ist geboten, Angst wäre jedoch ein falscher Ratgeber", sagt der Berliner Innensenator Frank Henkel (CDU).

ak/at (dpa)