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Fauxpax

Weißes Haus verwechselt China mit Taiwan

Den USA ist beim G20-Gipfel eine peinliche Verwechselung unterlaufen: In einem Statement hieß es, Präsident Trump habe sich mit dem Präsidenten der "Republik" China getroffen. Damit ist aber üblicherweise Taiwan gemeint.

In dem Schreiben über das Treffen von US-Präsident Donald Trump mit dem chinesischen Staats- und Parteichef Xi Jinping am Samstag beim G20-Gipfel in Hamburg (Artikelbild) wurde Xi als Präsident der "Republic of China" bezeichnet. Ein Fehler, denn damit ist nicht die Volksrepublik China gemeint, sondern Taiwan, dessen offizieller Name "Republic of China" ist.

Die Insel Taiwan wird von China als abtrünnige Provinz betrachtet. Die meisten Länder, darunter auch die USA, erkennen Taiwan als eigenen Staat nicht an.

"Eine wunderbare Beziehung"

Trump und Xi hatten in Hamburg eineinhalb Stunden miteinander gesprochen, unter anderem über Nordkoreas Atomprogramm und die Handelspolitik. Anschließend sprach Trump von seiner "wunderbaren Beziehung" zu Xi.

Das Verhältnis zwischen den USA und China ist seit längerem angespannt, unter anderem wegen des Territorialstreits um Inseln im südchinesischen Meer und Chinas Rolle im Atomkonflikt mit Nordkorea.

In den USA wurde der Fehler genüsslich ausgebreitet. Bill Bishop, der Verleger eines Newsletters über Chinas Wirtschaft und Politik, bezeichnete die Verantwortlichen als "Amateure". Eine China-Expertin des Washingtoner Zentrums für strategische und internationale Studien, nannte die Verwechslung einen "ziemlich großen Fauxpax". 

HF/pab (Haaretz, dpa)

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