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USA

Weißes Haus gibt düsteren Klimareport frei

Im Wahlkampf bezeichnete US-Präsident Trump den Klimawandel als eine "Erfindung". Ein neuer Report zahlreicher Wissenschaftler gibt dem Menschen die Schuld an der Erderwärmung. Das Weiße Haus reagiert überraschend.

In dem 477 Seiten langen Abschlussreport wird klar ausgedrückt, dass die globale Erwärmung zum weitaus größten Teil vom Menschen verursacht werde. Trotz des krassen Kontrasts zu den eigenen Standpunkten habe das Weiße Haus nicht versucht, die per Gesetz alle vier Jahre vorgeschriebene Veröffentlichung zu blockieren, berichteten mehrere Wissenschaftler. Auch habe die Regierung vor der Veröffentlichung keine Änderungen an dem Report vorgenommen.

In dem Bericht wird unter anderem vor einem möglichen Anstieg der Meeresspiegel um bis zu gut 2,40 Meter bis zum Jahr 2100 gewarnt. Auch listet der Report die Schäden auf, die als Folge der globalen Erwärmung bereits in den USA entstanden seien. "Es ist extrem wahrscheinlich, dass menschlicher Einfluss die dominante Ursache der seit Mitte des 20. Jahrhunderts beobachteten Erwärmung ist", heißt es in dem mehrteiligen Dokument. Es gebe dafür "keine überzeugende alternative Erklärung".

Klimaschutzkritiker Trump

Erstellt wurde der Bericht von mehr als 100 Wissenschaftlern in der Regierung und akademischen Welt, die Nationale Akademie der Wissenschaften in den USA überprüfte ihn vor der Weiterleitung an die Regierungsbehörden. Trump hatte vor seiner Wahl zum Präsidenten den Klimawandel wiederholt als "Erfindung" bezeichnet. Danach sind seine Äußerungen zwar vager geworden, aber Trump hat damit begonnen, unter seinem Vorgänger Barack Obama beschlossene Klimaschutzmaßnahmen zurückzufahren. Weltweit angeprangert wurde außerdem der von ihm verkündete Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutzabkommen.

rk/gri (dpa/ap)