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Sprachbar

Weiß wie Schnee

Tanzende Schneeflocken, Schneeballschlachten, aber auch Schneematsch bringt er mit sich: ein verschneiter Winter. Kein Schnee von gestern ist der Schnee, der nur sprachlich etwas mit ihm zu tun hat, aber keiner ist.

Audio anhören 06:51

Weiß wie Schnee – die Folge als MP3

Wenn Schnee vom Himmel fällt und auf dem Boden liegen bleibt, verzaubert er die Landschaft und die Menschen. Märchenhaft, Postkartenidylle. Wenn wir morgens wach werden, hat es über Nacht geschneit, Hausdächer und Bäume sind vom Neuschnee wie mit Zuckerguss bedeckt. Und jedes Jahr – je näher das Weihnachtsfest rückt – hoffen wir auf weiße Weihnachten. Denn was gibt es Schöneres, als es sich dann zuhause mit einer Tasse Tee gemütlich zu machen und vom Fenster aus das Schneegestöber zu betrachten. Nun ja, so malen wir uns einen zauberhaften Winter zumindest aus. Leider macht das Wetter uns sehr oft einen Strich durch die Rechnung. Eine Schneegarantie oder Schneesicherheit gibt’s eben nicht.

Hurra, der erste Schnee ist da!

Symbolbild Schneeballschlacht: ein Mann (links) wird von seinen beiden Kindern und seiner Frau (rechts) mit Schneebällen beworfen

Drei gegen einen – wie unfair!

Allerdings, wenn die ersten Schneeflocken doch fallen und der Schnee auch liegen bleibt und nicht direkt wegschmilzt, passiert eins: Kinder holen ihre Schlitten raus und suchen sich den nächsten Hügel oder Hang, um sitzend oder bäuchlings auf dem Schlitten herunterzufahren. Zur Abwechslung wird auch der eine oder andere Schneemann gebaut, verziert mit einer Möhre als Nase und einer Kopfbedeckung.

Spaß im Schnee hat man auch mit einer Schneeballschlacht. Das klingt gefährlicher als es ist. Schnell werden viele Schneebälle geformt, eventuell sogar auf Vorrat, um dann andere bewerfen zu können – natürlich sollte man auf der Hut sein, um nicht selbst getroffen zu werden! Am besten geeignet für Schneebälle ist übrigens Pappschnee, weil dieser – wie der Name schon verrät – gut „pappt“, sich gut formen lässt und zusammenhält. Für einen Spaziergang ist es allerdings schöner, durch Pulverschnee zu gehen, da dieser nicht so nass wie Pappschnee ist.

Schneesport – nicht immer ungefährlich

Symbolbild Skiunfall: Ein Junge mit eingegipstem rechten Arm, eine Skibrille auf dem Kopf. Im Hintergrund Skikleidung

Die Kehrseite des Schneevergnügens

Gleiches gilt für Freunde des Wintersports, die in die Berge fahren, um Ski zu fahren, zu snowboarden oder mit Langlaufskiern auf Langlaufloipen zu fahren, vorbereiteten Strecken im Schnee. Pappschnee ist auch hier nicht sehr beliebt. Da dann doch lieber Schnee aus Schneekanonen, die Wasser zu Schnee aufbereiten und auf die Pisten pusten.

Wintersport ist ein nicht ungefährliches Hobby. Manche oder mancher kommt mit gebrochenen Gliedmaßen zurück. Die winterliche Bergwelt wartet aber auch mit Bedrohungen wie Lawinenabgängen auf. Von den Bergen lösen sich dann Schneemassen. Schneebretter reißen ab oder Lockerschneelawinen donnern den Berg hinunter.

Schneechaos auf den Straßen

Ein Schneepflug räumt eine verschneite Straße frei. Rechts im Bild zwei Fahrzeuge

Schneepflüge: die Rettung im Schneechaos

Nicht willkommen ist Schnee bei Autofahrerinnen und Autofahrern. Auf den Straßen kommt’s oft beim ersten Schnee zum Chaos, zum Schneechaos. Autos, die auf schneeglatter Fahrbahn ausgerutscht sind, weil sie keine Winterreifen aufgezogen haben, stehen quer. Gefährlich sind Schneeverwehungen, Schnee, der vom Wind aufgetürmt wurde und von Ferne schwer erkennbar ist.

Auf vielbefahrenen Straßen in Deutschland helfen Schneepflüge und Schneefräsen weiter. Sie räumen die Straßen frei. Doch nicht nur für Autos ist es auf den Straßen gefährlich. Wer zu Fuß unterwegs ist, kann auf Bürgersteigen ausrutschen. Damit das nicht passiert, gibt es in Deutschland eine amtliche Verordnung: eine Schneebeseitigungspflicht.

Die Kehrseite des Schneetraums

Hauseigentümerinnen und Hauseigentümer müssen dafür sorgen, dass der Weg vor ihrem Grundstück frei von Schnee und Eis ist. Darum bedeutet die weiße Pracht: Hand anlegen – manchmal noch vor der eigentlichen Arbeit morgens früh! Zum Einsatz kommen Schneeschaufel, Streusalz, Sand oder Sägespäne.

Wird es wieder wärmer und der Schnee fängt an zu schmelzen, wird er nach und nach zu Schneematsch, der dann nicht mehr so schön aussieht. Und wenn die Schneeschmelze in den Bergen beginnt, führt das – je nachdem, wie viel Schnee gefallen ist – zu Hochwasser. Bäche und Flüsse treten über die Ufer.

Schnee, der nicht vom Himmel fällt

Schneebesen mit Eierschnee

Sieht aus wie Schnee, ist aber keiner

Nicht jeder „Schnee“-Begriff hat allerdings etwas mit dem Schnee zu tun, der vom Himmel fällt. Wie eine Schneekönigin freut frau sich, wenn sie mit einem Schneebesen aus Eiweiß Eierschnee geschlagen bekommt, der auch stichfest ist. Schneewittchen aus dem Märchen der Brüder Grimm heißt wegen ihrer Haut so. Denn diese ist„so weiß wie Schnee“.

Und Schneeglöckchen gelten als Vorbotschafter des Frühlings. Wenn sie aus der Erde schießen und ihre kleinen weißen Blüten anfangen zu blühen, dann kann der Frühling nicht mehr weit weg sein. Der Winter ist dann bald Schnee von gestern, ist vergangen und interessiert nicht mehr.

Schneeflöckchen, Weißröckchen

Vorübergehend natürlich. Denn gegen Ende des Jahres stellt jeder dann erneut die Frage: Gibt’s Schnee? Auch wenn der Schnee das eine oder andere Problem mit sich bringt, haben wir ihn doch gern. So gern, dass wir ihn schon von klein an sehnsüchtig herbeiwünschen: „Schneeflöckchen, Weißröckchen, / Jetzt kommst du geschneit? / Du wohnst in den Wolken, / Dein Weg ist so weit …“








Arbeitsauftrag
Löst das Rätsel und findet das Lösungswort. Die jeweiligen Silben sind in den Wörtern von a-f: a1, b2, c3, d4, e13 und f6.

a) Vorbote des Frühlings: _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

b) Ein besonderer Herr: _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

c) Ein Gerät, das für essbaren Schnee sorgt: _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

d) Sorgt im Winter für freie Fahrt : _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

e) Ein Prinz küsste es wach: _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

f) Sie schießt mit Schnee: _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _

Lösungswort:

_ _ _ _ _ _

Erstellt in eurer Lerngruppe eigene Silbenrätsel mit Begriffen zum Thema „Schnee“. Tauscht euer Silbenrätsel dann mit einer Mitschülerin beziehungsweise einem Mitschüler aus.

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