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Kultur

Wax-Bombe auf Wand

Der eine läßt eine Wax-Kanone in die Ecke schießen, der andere zeigt Bilder aus dem ganz realen Kriegs-Wahnsinn. Robert Capa ist in Barcelona zu sehen, der Inder Anish Kapoor in der Londoner Royal Academy of Arts.

(AP Photo/Lilli Strauss)

Wax-Feuer: Anish Kapoor's Werk "Shooting into the Corner"

Das Kunsthaus Bregenz zeigt in seiner Sommerausstellung Arbeiten des britischen Bildhauers Antony Gormley. Bis zum 4. Oktober sind mit "Expansions", "Allotment", "Critical Mass" und "Clearing" vier bedeutende Installationen des Künstlers zu sehen. Seit 25 Jahren beschäftigt sich der 1950 in London geborene Gormley intensiv mit der Darstellung des menschlichen Körpers im Zusammenspiel mit dem ihn umgebenden Raum. Neben zahlreichen Einzelausstellungen, unter anderem in Köln und Berlin, war Gormley auch bereits bei der documenta in Kassel oder der Biennale in Venedig vertreten. Ursprünglich sollte parallel zu der Ausstellung in Bregenz sein Werk "Horizon Field" mit 100 lebensgroßen Eisenfiguren auf rund 100 Quadratkilometern im Gebiet Bregenzer Wald und Arlberg aufgestellt werden. Das Projekt verzögert sind jedoch bis 2010.

Kapoor-Ausstellung in Londons Royal Academy of Arts

Werke des Bildhauers Anish Kapoor sind ab Herbst in der Londoner Royal Academy of Arts zu sehen. Die Einzelausstellung zeigt neben bekannten Arbeiten auch bislang nicht gezeigte Werke des Turnerpreisträgers, der in Indien geboren wurde und in London lebt. Vom 26. September bis 11. Dezember können Besucher unter anderem Pigment-Arbeiten und reflektierende Skulpturen aus Edelstahl sehen.

Ausstellungstipps KW 29 Robert Capa

"Boy soldier", Hankou, China. Fotografiert von Robert Capa

Zudem verändert sich die Ausstellung in ihrem Verlauf: Bei der Installation "Shooting in the Corner" feuert eine Kanone rote Wachsgeschosse in die Ecke eines Raumes. Somit wird sich in den knapp drei Monaten immer mehr Wachs an der Wand und dem Boden ansammeln. Zudem sorgt das regelmäßige Abfeuern der Kanone für eine Geräuschkulisse.

Fotos von Robert Capa in Barcelona

Robert Capa (1913-1954) gilt als der größte Kriegsfotograf der Welt. Berühmt ist er vor allem für seine Bilder aus dem Spanischen Bürgerkrieg und dem Zweiten Weltkrieg geworden. Rund 200 der Aufnahmen des Mitbegründers der legendären Fotoagentur Magnum sind noch bis zum 27. September im Nationalen Kunstmuseum Kataloniens (MNAC) in Barcelona zu sehen. Als besonders ergreifend beschreibt Kommissarin Cynthia Young die Fotos von den Luftangriffen auf Leipzig im Jahr 1945. Ergänzt wird die Ausstellung mit Aufnahmen von Capas Lebensgefährtin, der deutschen Fotografin Gerda Taro.

Londoner Retrospektive für Grafiker Mariscal

Ausstellungstipps KW 29 Javier Mariscal

"Twipsy" von Javier Mariscal

Das Londoner Design Museum zeigt zum ersten Mal in Großbritannien eine Retrospektive über die Arbeit des Grafikers Javier Mariscal. Dreißig Jahre seines Werkes sind in der Ausstellung "Mariscal - Drawing Life" zusammengefasst. Der spanische Designer ist unter anderem bekannt für das Maskottchen "Twipsy", das er für die Hannoveraner Expo 2000 entwarf, und für das Städtelogo "Bar-Cel-Ona". 1995 erhielt er für sein Gesamtwerk den spanischen Nationalpreis für Design. Im Londoner Museum sind die Stoffe, Möbel, Filme, Fotos und Zeichnungen nicht chronologisch, sondern nach Konzepten und Ideen angeordnet. So soll die zeichnerische Entwicklung des Künstlers dargestellt werden. Die Ausstellung ist bis 1. November geöffnet. (dpa/es)

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