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Reise

Was Reisende jetzt über Paris wissen müssen

Auch drei Tage nach den Terroranschlägen befindet sich die französische Hauptstadt im Ausnahmezustand. Paris-Reisende müssen mit Einschränkungen rechnen.

Der Eiffelturm, so heißt es auf der Website der Betreiber, wird bis auf weiteres für Besucher nicht zugänglich sein. Normalerweise zählt das Pariser Wahrzeichen zwischen 15.000 und 20.000 Besucher am Tag. Auch Disneyland ist bis Dienstag geschlossen, Museen wie der Louvre hingegen haben ab Montag Nachmittag wieder geöffnet. Der französische Präsident François Hollande hatte Freitag Nacht für Frankreich den Ausnahmezustand verhängt und drei Tage Staatstrauer ausgerufen. Viele Touristenattraktionen, Cafés und Restaurants blieben deshalb am Wochenende geschlossen.

Keine größeren Einschränkungen bei Flug und Bahn

Frankreich Grenzkontrolle nach Terroranschlägen in Paris

Frankreich verschärft Grenzkontrollen

Der Flug- und Bahnverkehr von und nach Paris läuft nach Plan, auch die Metro fährt weiterhin. Allerdings müssen sich Reisende auf verstärkte Kontrollen von Ausweisen und Gepäck einstellen und mehr Zeit einplanen. Wichtige Straßen und Autobahnen werden stärker überwacht.

Unterstützung durch Reiseanbieter

Die beiden großen deutschen Reiseveranstalter TUI und Thomas Cook kommen Paris-Urlaubern entgegen und bieten kostenlose Stornierungen an. Dabei handle es sich um Kulanzregelungen, betonen Sprecher beider Unternehmen. Auch Lufthansa-Passagiere können laut einer Sprecherin Tickets bis Mittwoch kostenlos umbuchen.

Das Online-Portal Airbnb hat nach den Terroranschlägen eine „Katastrophenhilfe-Seite“ gestartet, über die kostenlos Unterkünfte in Paris angeboten und gebucht werden können. Sie ist als Unterstützung für die Familien der Opfer und Verletzten gedacht, die nach Paris reisen, um zu trauern oder ihren Angehörigen beizustehen. Auch Menschen, die in der Stadt festsitzen, können über die Seite nach Zimmern suchen.

Muss Frankreich mit wirtschaftlichen Folgen rechnen?

Bildergalerie Eiffelturm Scheinwerfer Austausch

Tourismus ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor für Frankreich

Paris zählt mit 16 Millionen ausländischen Gästen im Jahr zu den beliebtesten Städten weltweit. Frankreich ist als Reiseland sogar beliebter als die USA, 2014 kamen 85 Millionen Touristen. Sollten sich die Anschläge negativ auf die französische Tourismusbranche auswirken, kann das erhebliche Folgen für die Wirtschaft haben. Etwa sieben Prozent trägt der Tourismus zum Bruttoinlandsprodukt bei. Bei der Börse verzeichneten Luftfahrt- und Hotelaktien leichte Einbußen. Eine Wirtschaftskrise vermuten Ökonomen allerdings nicht.