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Wirtschaft

Was passierte 2006?

In der Weltwirtschaft hat sich viel bewegt. Die USA verschnaufen, Europa holt auf, der Ölpreis schlägt Kapriolen und der Dollar fällt und fällt. Ein Rückblick auf das Wirtschaftsjahr 2006.

Symbolfoto: Börsen-Anzeigetafel

2006 nimmt der Dow Jones Index erstmals die Marke von 12.000 Punkten

Das Jahr 2006 war ein spannendes Jahr für die Weltwirtschaft. Denn während die US-Konjunktur langsam wieder abflaut, kommt Europa erst richtig in Schwung. Und Deutschland ist nicht mehr das Schlusslicht in Europa, sondern setzt sich an die Spitze des Konjunkturzuges. Damit hatte noch im Frühjahr keiner gerechnet, auch nicht Heino von Meyer von der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD): "Das eine Bein - die Außenwirtschaft - ist kräftig und belastbar, doch das andere Bein, die Binnennachfrage, ist noch schwach. Deutschland geht weiter am Stock", erklärte er damals.

Australische Fußballfans schwenken ihre Fahnen, Quelle: AP.

Fußballfans aus der ganzen Welt kamen nach Deutschland

Diesen Stock haben die deutschen Konsumenten mittlerweile abgelegt, denn auch die private Nachfrage zieht langsam an. Hamsterkäufe als Folge der für ab Januar 2007 beschlossenen Mehrwertsteuererhöhung von 16 auf 19 Prozent? Oder ein Stimmungsumschwung, den das Fußball-Sommermärchen bewirkt hat? Das zumindest glaubt Petra Hedorfer, Vorsitzende der Deutschen Zentrale für Tourismus: "90 Prozent der befragten Gäste fühlen sich willkommener in Deutschland. Und es kamen viele, die das erste Mal in Deutschland waren und die jetzt schon unsere Fans sind."

Arbeitslosenzahlen sanken unter vier Millionen

Volker Treier vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag spricht sogar von 60.000 neuen Arbeitsplätzen und 0,3 Prozent zusätzlichem Wachstum, die die Fußball-WM gebracht haben soll. "Im Jahr 2007 werden davon noch 20.000 Arbeitsplätze übrig bleiben, aber der Imagegewinn und die verbesserte Infrastruktur machen deutsche Standorte attraktiver. Das wären längerfristig positive Effekte", sagt er.

Positive Effekte nach langer Durststrecke haben sich auch endlich auf dem Arbeitsmarkt eingestellt: Erstmals seit vier Jahren sank dort die Zahl der Arbeitslosen wieder unter die Viermillionen-Grenze. Die zusätzlichen Steuereinnahmen freuen auch Bundesfinanzminister Peer Steinbrück: "Es gibt diesen Spruch, dass das schöne Gefühl, Geld zu haben, nicht so intensiv ist wie das saublöde Gefühl, kein Geld zu haben. Daher genieße ich im Augenblick die Tatsache, dass sich die Situation sehr viel besser entwickelt, als wir gedacht haben."

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