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Kultur

Was heißt "E-Government" auf deutsch?

Die Daten sollen laufen, nicht die Bürger – Der Bund hat eine E-Government-Initiative angekündigt. Das war dringend notwendig. Der deutsche Beamtenapparat hat Berührungsängste mit dem Internet.

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Die Zukunft soll besser werden.

Ein Alptraum: Umzug geschafft, Kisten ausgepackt, endlich das Salatbesteck wieder gefunden. Aber halt, da war doch noch was: richtig, die Ummeldung. Dem Einwohnermeldeamt muss die neue Adresse mitgeteilt werden.

Dafür geht dann meistens gleich an ganzer Tag drauf. Der Gang zur Behörde, das Ziehen der Wartenummer, der Schrecken, dass 65 Leute vor einem da sind, das langsame Nur-Noch-in-die-Leere-Starren nach 3 langen Wartestunden ... Dieses weit verbreitete Horrorszenario könnte bald der Vergangenheit angehören. Der deutsche Amtsschimmel will online gehen.

Bund goes online

Bundesinnenminister Otto Schily hat angekündigt, dass bis Mitte des Jahrzehnts zwischen 300 und 400 "Behördendienste" online abgewickelt werden können. Der Bund will dafür 1,65 Milliarden Euro investieren. Musterungen, Kriegsdienstverweigerungen, BaföG-Anträge oder Zollerklärungen sollen dann in digitaler Form unseren Behördenalltag angenehmer gestalten.

Ein ehrgeiziges Ziel – seit Mai diesen Jahres gibt es mit www.bund.de ein umfassendes Behördenportal im Netz. Noch allerdings steckt das Projekt in den Kinderschuhen, interaktive Elemente finden sich nur wenige.

Ganz uneigennützig ist das Vorhaben "BundOnline 2005" nicht. Der Bund (und auch die Länder und Gemeinden) müssen sparen. 400 Millionen Euro pro Jahr erhofft sich der Staat auf diesem Weg einsparen zu können. Auf deutsch heißt das Personalabbau – die andere Seite der E-Government-Medaille.

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