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Was hast DU gemacht? Erinnerungen an WM-Spiele

Was hast du eigentlich gemacht, als Andi Brehme den Elfmeter reingemacht hat? Wo warst du am 4. Juli 2006? Vielleicht erinnerst du dich ja noch, mit wem du den 7. Juli 1974 verbracht hast.

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Video on demand: Was hast DU gemacht? - Erinnerungen an WM-Spiele

Warum bleiben uns bestimmte WM-Spiele jahrzehntelang in Erinnerung? Von der Fußballweltmeisterschaft geht ein besonderer Zauber aus. Einzelne Spiele –Triumphe und Niederlagen – haben das Leben vieler Menschen beeinflußt. Kick off! begibt sich auf die Suche nach persönlichen Geschichten hinter den Spielen.

Klaus Theweleit war zwölf Jahre alt während der WM 1954. Aber als Fritz Walter, Helmuth Rahn und Co. zum Spiel einliefen, irrte er durch die Straßen Husums. Auf der Suche nach einem Radio. Eine Bekannte ließ ihn in ihr Wohnzimmer und gemeinsam erlebten sie das „Wunder von Bern“. Eine kurze fußballerische Liebesbeziehung entwickelte sich. Für 90 Minuten.

England 1970. Robert Harman, gerade zwölf Jahre alt, kauft sich seine erste Schallplatte: „Back home“ - die englische Nationalmannschaft singt selber und stimmt die Nation noch ein, auf das man in Mexiko den WM-Titel verteidigen kann. Robert ist schon damals ein Fußballnerd und voller Hoffnung und Zuversicht schauen er und sein deutscher Dackel Fritz das Viertelfinale gegen Deutschland. Doch Gerd Müller macht den Engländern einen Strich durch die Rechnung. England scheidet aus. Und der Haussegen auf dem Sofa hängt schief.

Flash-Galerie Fußball Duelle Deutschland Argentinien Diego Maradona

„In Deutschland wäre es undenkbar, dass ein Spieler ein Tor mit der Hand macht und dafür geliebt wird. Aber in Argentinien liebt man solche kleinen Schwindeleien.“ Hernan Marchese erinnert sich an die WM 86 in Mexico. An das Viertelfinale gegen England. Wie der Volksheld Diego Maradonna erst ein Tor mit der Hand erzielt und anschließend eines der schönsten Tore aller Zeiten erzielt. Ein Spiel, das die junge Demokratie in Argentinien zusammenwachsen ließ. Hernan erinnert sich, wie er das Spiel als 19-jähriger Philosophiestudent in Buenos Aires erlebte.

Andi Rogenhagen drehte seinen ersten großen Film rund um das WM-Finale 1994. Während Brasilien gegen Italien spielte, drehten er und 40 Kamerateams auf der ganzen Welt, wie Menschen das Finale erleben. Aber alles schien schief zu laufen: Keine Tore in der regulären Spielzeit, keine Tore in der Verlängerung. Als das erste Elfmeterschießen in einem WM-Finale begann, war er sich sicher: Das wird der langweiligste Film aller Zeit. Da wusste er noch nichts, wie spannend die unzähligen, kleinen Geschichten überall auf der Welt sind, wenn in allen Ländern gleichzeitig der Atem angehalten wird, beim letzten Elfmeter des Spiels, beim „Final Kick“. Wenn der Fußball in einem Moment alle Menschen weltweit verbindet.

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