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Geschichte

Was damals geschah: November 1968

Eklat auf dem Bundesparteitag der CDU: Eine junge Frau verpasste Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger eine Ohrfeige. Schon einige Monate zuvor hatte Beate Klarsfeld den Kanzler im Bundestag als "Nazi" beschimpft.

Trotz Sicherheitsmaßnahmen war auf dem Bundesparteitag der CDU am 7. November 1968 eine junge Frau auf Kanzler Kiesinger losgestürmt und hatte ihm eine Ohrfeige verpasst.

Die Französin mit deutschem Pass, Beate Klarsfeld, hatte Monate zuvor schon im Bundestag von den Zuschauerrängen herunter "Nazi Kiesinger" gerufen. In der noch relativ jungen Bundesrepublik, so Beate Klarsfeld, dürfe es nicht angehen, dass ein Parteigänger der Nationalsozialistischen Partei Regierungschef werden könne.

Für Kurt Georg Kiesinger, der am linken Auge von der Ohrfeige eine leichte Bindehautreizung davontrug, war es die Tat einer Frau, die in Verbindung stehe mit "Radaugruppen" und bewaffnet sei mit "Material aus östlichen Quellen".

Noch am Abend desselben Tages wurde Beate Klarsfeld wegen Beleidigung des Kanzlers in Tateinheit mit vorsätzlicher Körperverletzung zu zwölf Monaten Haft ohne Bewährung verurteilt.

Hören Sie Beate Klarsfeld über die Motive hinter der Ohrfeige.

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