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Geschichte

Was damals geschah: April 1724

Mit seiner "Kritik der reinen Vernunft" wurde Kant zu einem der bedeutendsten Philosophen Deutschlands. Am 22. April 1724 wurde er in Königsberg geboren.

Porträt Immanuel Kant copyright: Döbler

Immanuel Kant

Immanuel Kant, 1724 im preußischen Königsberg geboren, ist einer der wichtigsten deutschen Philosophen. Durch seine Übertragung des Transzendenten auf handfestes Erkennen und Tun hat Immanuel Kant die wissenschaftliche Philosophie neu begründet und einen Wendepunkt des Denkens markiert.

Zu seinen bekannten Werken zählen "Die Kritik der reinen Vernunft" von 1781, die 1788 erschienene "Die Kritik der praktischen Vernunft" und von 1790 "Die Kritik der Urteilskraft". Mit der Veröffentlichung der Schrift: "Zum ewigen Frieden - ein philosophischer Entwurf" 1795 gingen bahnbrechende Veränderungen einher: Radikale Forderungen an die, die sich für gesellschaftliches Zusammenleben verantwortlich fühlten, gipfelnd in dem Vorschlag eines Völkerbundes republikanischer Staaten. Kants Traktat bedeutete nicht weniger als die erste neuzeitliche Programmschrift einer Weltfriedensordnung. Ihr Verfasser - ein Vordenker der UNO.

Kants Schriften beeinflussten auch das politische Denken. Helmut Schmidt sagte als Bundeskanzler 1981 über Kant: "Für mich sind bei Kant drei Dinge besonders wichtig: Zum einen der Standpunkt einer Menschheitsethik, die von den fundamentalen Freiheiten aller Menschen ausgeht. Zum anderen die Pflicht zum Frieden und zur Völkergemeinschaft als eine zentrale moralische Norm und nicht nur eine politische Norm, nicht nur eine Zweckmäßigkeitsnorm. Drittens vor allem aber die enge Verbindung zwischen dem Prinzip der sittlichen Pflicht und dem Prinzip der Vernunft, oder wie man heute sagen mag: Der kritischen Vernunft, der kritischen Ratio."

Hören Sie Joschka Fischer anlässlich Kants 200. Todestages zur Bedeutung des Philosophen in einem Interview von 2004.