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Podcast Wirtschaft

Was bringt die Tagung von IWF und Weltbank?

Geringe Erwartungen an den Finanzmärkten +++ Commerzbank-Chef zur Euro-Krise +++ Chinesen auf der IAA

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Es ist ein alljährlich wiederkehrendes Ritual: Kurz vor der Herbsttagung von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank in Washington präsentiert der IWF in der US-Hauptstadt der angereisten Weltpresse seinen neuesten Ausblick auf die Weltwirtschaft, den World Economic Outlook. "Das Wachstum schwächelt, die Risiken steigen", so etwa lautet die Kernaussage in diesem Jahr. Und diese Prognose überrascht nicht wirklich – angesichts der zahlreichen politischen und wirtschaftlichen Krisenherde überall auf dem Globus wirkt sie eher wie eine Binsenweisheit. Irgendwie "olle Kamellen" also, und so sind auch die Erwartungen an die Herbsttagung von IWF und Weltbank, die am Wochenende in Washington beginnt, entsprechend gering.

Am Dienstagabend hat der griechische Finanzminister Venizelos einen Durchbruch bei den Verhandlungen mit Vertretern von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds erzielt. Nach einer zweiten Telefonkonferenz teilte sein Ministerium mit, die Gespräche hätten einen "befriedigenden Fortschritt" gebracht. Die Chefs der Troika-Expertenmission würden Anfang nächster Woche nach Athen zurückkehren. Griechenland macht also Fortschritte und die Auszahlung der nächsten Milliarden-Tranche aus dem europäischen Rettungspaket wird dadurch wahrscheinlicher. Eine gute Nachricht ist das für die Finanzmärkte, vor allem für die Banken in Europa, denn die fürchten sich vor Ansteckungseffekten einer möglichen Griechenland-Pleite. Aber auch wenn sich die Lage vorerst entspannt – die Ansteckung habe bereits begonnen, meint Commerzbank-Chef Martin Blessing.

Die Chinesen kommen und werden den Automobilmarkt in Europa schon bald im Sturm erobern. Dieser Ansicht war zumindest so mancher Auto-Interessierte, als chinesische Hersteller im Jahr 2005 erstmals ihre Fahrzeuge auf der Automesse in Frankfurt präsentierten. Die Messestände von chinesischen Firmen wie Geely oder Brilliance wurden von Journalisten und Fachbesuchern umlagert – doch dem Hype folgte schon bald die Ernüchterung, als nämlich die ersten Crashtest-Ergebnisse chinesischer Autos publik wurden – denn die fielen verheerend aus. Jetzt sind chinesische Hersteller wieder vertreten auf der Internationalen Automobilausstellung in Frankfurt.

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