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Kultur

Warum nicht Oliver Kahn?

Pierce Brosnan ist als Bond-Darsteller anscheinend ausgebootet. Einen neuen 007 zu finden scheint eine äußerst knifflige Aufgabe - inzwischen werden mehr oder weniger unmögliche Kandidaten dutzendweise gehandelt.

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Noch ist nicht auszumachen, wer der neue Bond sein könnte

Eins ist klar: In dem 21. James Bond-Film mit dem Namen "Der Mann mit der roten Tätowierung" (Kinostart 2005) darf 007 mal wieder die Welt retten - diesmal vor einem fiesen Killervirus. Die Dreharbeiten sollen im Herbst beginnen. Dies ist aber auch so ziemlich alles, was feststeht. Wer denn nun aber den britischen Agenten mit der Lizenz zum Töten spielen wird, steht noch in den Sternen.

"Bond liegt hinter mir"

Pierce Brosnan als James Bond

Zu alt? Pierce Brosnan

Im April 2004 teilte Pierce Brosnan der Presse mit, die Produzenten hätten noch nicht bei ihm angerufen. Er wolle ja gern, wisse aber nicht, ob er noch ein fünftes Mal im Dienste ihrer Majestät auf Bösewicht-Jagd gehen dürfe. Wenig später sagte der irische Schauspieler der US-Zeitschrift "Entertainment Weekly", "Bond liege hinter mir".

An mangelndem Erfolg kann es nicht gelegen haben: Der letzte Bond-Film "Stirb an einem anderen Tag" war der erfolgreichste in der 42-jährigen Geschichte der Filmserie. In der britischen Presse war aber zu lesen, die Produzenten fänden den jetzt 51-jährigen Brosnan zu alt - Bond ist in den Romanvorlagen Ian Flemings immer ein Mann zwischen 30 und 50 Jahren.

Wie auch immer: Das Kandidatenkarussell hat kräftig Fahrt aufgenommen und es bestätigt sich einmal mehr, dass die Besetzung Bonds zu einer der kniffligsten Casting-Fragen des Film-Business gehört. Schon 1962, bei der Erstbesetzung, tat man sich schwer. Bond-Autor Fleming und die Produzenten ließen damals die Leser der Zeitung "Daily Express" Vorschläge machen und abstimmen: An erster Stelle kam - heute kaum vorstellbar - der auf Gentleman-Rollen spezialisierte David Niven. Als später ein Nachfolger für Sean Connery gesucht wurde, verfiel man auf das Shampoo-Modell George Lazenby, doch der kam so schlecht an, dass er nach nur einem Film gefeuert wurde.

Who' s who der Kandidaten

Als Brosnan-Nachfolger und somit sechstem Bond-Darsteller sind in den vergangenen Monaten Dutzende ins Spiel gebracht worden. Bei den Londoner Buchmachern an erster Stelle steht der Australier Hugh Jackman (35), zuletzt in der Titelrolle des Schauerstreifens "Van Helsing" zu sehen. Danach folgen "Daredevil"-Bösewicht Colin Farrell (28) und Orlando Bloom (27), der als Elf mit Sex-Appeal in "Der Herr der Ringe" bekannt wurde. Christian Bale (inzwischen als "Batman" aktiv) ist ebenso im Rennen wie Ewan McGregor ("Trainspotting", "Bettlektüre"). In der britischen Presse wird der australische Schauspieler Eric Bana (35) ("Hulk") als Wunschkandidat der Produzenten gehandelt.

Aus einer Umfrage des britischen Filmmagazins "Total Film" ging "Cold Mountain"-Star Jude Law (30) als Sieger hervor, eine Amazon-Umfrage wiederum ermittelte als Wunsch-Bond Ralph Fiennes (41). Die deutschen Teilnehmer votierten für George Clooney (43), Ben Affleck (31) und Mel Gibson (48). Die Boulevardzeitung "The Sun" will erfahren haben, dass Geoffrey Moore (37) zum engeren Kandidatenkreis gehört und so in die Fußstapfen seines Vaters Roger treten könnte.

Robbie Williams - oder gar Hasselhoff?

Allen diesen gestandenen Kerlen könnte man halbwegs zutrauen, in der Ahnenreihe des berühmten Filmagenten eine gute Figur zu machen. Pures Entsetzen in den vielen Bond-Fan-Foren im Internet rufen ganz andere Kandidaten hervor: Etwa der ebenfalls als Besetzung gehandelte Frauenschwarm Hugh Grant. Oder Tom Hanks, der seinen Namen zur Möchtegern-James-Bond-Liste hinzugefügt, obwohl er weiß, dass er als Amerikaner keine Chance hat. Trotzdem fände er es "großartig." Popstar Robbie Williams (30) hat sich seine offizielle Absage schon abgeholt. Sogar Serienheld David Hasselhoff ("Knightrider", "Baywatch") bettelt geradezu um die Rolle - für Fans sicher die größte anzunehmende Verirrung. "Hilfe!", schreibt dazu ein deutscher Bond-Fan. "Einfach lächerlich, dann könnte man genauso gut Oliver Kahn nehmen." Kein Witz: Kahn hatte die Rolle als Bond einmal als seinen Lebenstraum bezeichnet.

Wer es letztendlich werden wird, ist dann spätestens bei Beginn der Dreharbeiten im Herbst klar. Kenner halten es für durchaus wahrscheinlich, dass sich dann doch wieder Brosnan Martinis rühren lässt. Möglich, dass die Produzenten Brosnans Gagen-Forderungen zu hoch fanden. Nicht ausgeschlossen aber ist, dass die Verhandlungen hinter den Kulissen weitergehen und man sich doch noch einigt. Auf die Nachfrage, wen er sich als nächsten Bond vorstellen könne, sagte Brosnan unlängst dennoch: "Mich. Die Produzenten wissen ja wo sie mich finden."

Britney Spears in Südkorea

Die Frau mit dem roten Hütchen: Britney Spears

Dann könnten die Fans aber trotzdem weiterspekulieren - über das nächste Bond-Girl. Im Gespräch sind: Kylie Minogue und Britney Spears. (sams)


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