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"Warum hat die Weltöffentlichkeit Birma so lange vergessen?"

Die gewaltsam unterdrückten Proteste in Birma bewegen auch die DW-WORLD-Nutzer in ihren Mails. Weitere Themen in der Nutzer-Post: Der Besuch des Dalai Lama in Deutschland und die geplante Transrapid-Strecke in Bayern.

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Birma wurde deshalb so lange von der Weltöffentlichkeit vergessen, weil es friedlich blieb. Zwar wusste man, dass dort die Menschenrechte gewaltsam unterdrückt werden, doch man unternahm nichts dagegen. Da nun auch die Gas- und Erdölkosten stiegen, machte man durch stille Massendemonstrationen auf sich aufmerksam. Dass dies dem Nachbarn gar nicht gefallen würde, war klar, da doch die olympischen Spiele 2008 in der Volksrepublik China stattfinden.

Herbert Jörger

(In Birma) nützt wohl der Einfluss des Westens nichts. Das Sagen haben die asiatischen Staaten und die verbieten westlichen Einfluss mit Recht, wie Sie glauben.

Krauer Walter

Wir haben vor zwei Monaten in Myanmar Urlaub gemacht und ein Paradies entdeckt. Wir sind mit offenen Augen durchs Land gefahren und haben uns sehr sensibel mit vielen Birmanen unterhalten. Das Land muss sich selber helfen, ohne militärische Unterstützung, natürlich mit dem Zuspruch aller westlichen Länder. Auf Amerika kann es gut verzichten, denn wir sehen ja was sie angerichtet haben in Vietnam, Kambodscha und Afghanistan etc.

Barbara Pöting

Empfang des Dalai Lama im Bundeskanzleramt

Die chinesischen Machthaber gehören nicht zu den Leuten, mit denen man über Menschenrechte und Klimaschutz reden kann. Meines Erachtens haben moralische Fragen Vorrang vorm Geschäftemachen. … Den Besuch des Dalai Lama sollte man offiziell als Staatsbesuch des Regierungschefs von Tibet deklarieren. Den Opfern des Folterregimes in Peking sollten viel mehr, wenn auch nur symbolische, Zeichen der Unterstützung zuteil werden.

Jan Umlauff

Wenn ich auch sonst die Politik der Bundeskanzlerin und ihres "Kompetenzteams" nicht besonders schätze, hier hat sie meine volle Zustimmung. Die Kritiker des Empfangs im Kanzleramt hingegen müssen sich fragen lassen, ob ihnen die Profite der (Export-) Wirtschaft und deren Parteispenden mehr am Herzen liegen als die Menschenrechte.

Dietrich Stahlbaum

Die deutschen Internet-Nutzer loben Merkel und die chinesischen Internet-Nutzer tadeln sie. Beide Seiten reden aneinander vorbei. Wissen ist Macht, ist auch Wahrheit. Ich sage, chinesische Internet-Nutzer haben Recht, da sie über die Lage in Tibet mehr wissen als die deutschen. "Merkel als Heldin" basiert auf deutscher Ideologie und deutscher Berichtslage. Bei einer internationalen Frage sollte man stets internationale Faktoren berücksichtigen, nicht die deutschen alleine.

Dr.Shuo Wang

Der Transrapid in Bayern

Für den Industriestandort Deutschland ist es höchste Zeit, eine Transrapidstrecke zu bauen. Auch ist die S-Bahn-Verbindung zwischen Flughafen München und Innenstadt München ist nicht mehr zeitgemäß. In Shanghai bin ich mit dem Transrapid gefahren, er war voll ausgebucht.

Hans J. Schliestedt

Es könnte sein, dass mit dem Transrapid ein technisches Denkmal für das Deutsche Museum entsteht. Wie sind denn die Aussichten für den weltweiten Verkauf dieses Verkehrssystems? Dabei ist die Kostenfrage ja noch nicht geklärt, es wird von den Kritikern dieses Projekts eine Investition von derzeit 2,2 Milliarden Euro genannt. Ein realisiertes Projekt kann dann bei 3 Milliarden Euro liegen. Ohne Zweifel ist diese Technologie faszinierend, doch m. E. kann die Frage nur sein, wächst mit dem Projekt in München die Wahrscheinlichkeit des Verkaufs dieser Technologie ins Ausland? Die in Frage kommenden Interessenten konnten sich doch schon die ganze Zeit umfassend in China informieren. Möglicherweise ist dieses System zu aufwändig und damit auch zu teuer und kann damit keine Zukunft haben.

Hans Martin Balz

Der Transrapid ist sicher ein schönes und (immer noch) fortschrittliches Fahrzeug. Allerdings kann er seine Vorzüge wohl nur auf langen Strecken ausspielen und nicht, wenn er als eine Art Vorortbahn genutzt werden soll, wie jetzt in München. Ich bin strikt dagegen, dass in ein solch sinnloses Projekt überhaupt Bundesmittel fliessen und hielte die Zusage „weiterer“ Bundesmittel für nicht verantwortbar. Natürlich wäre eine „Referenzstrecke“ in Deutschland wichtig für die beteiligten Industrieunternehmen, aber dann doch bitte auf einer geeigneten Langstrecke, wie etwa Frankfurt-Berlin oder vielleicht Hamburg-München. Wenn ich einmal die Vergangenheit betrachte, dann liegt die Vermutung nahe, dass die Industrie China beim Verkauf der kleinen Transrapidstrecke so viele technische Informationen mitgeliefert hat, dass die Chinesen in Kürze mit einem eigenen Transrapid auf dem Weltmarkt erscheinen werden, der dem deutschen Modell "zufällig" in fast allen Details sehr ähnlich sein wird – nur erheblich billiger. Damit wäre das Thema dann für uns erledigt und die enormen Subventionen und steuerlichen Abschreibungen, die bisher in die Entwicklung geflossen sind, könnten wir endgültig unter Verluste verbuchen.

Martin Flemming