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Wirtschaft

Warten auf positive Konjunkturimpulse

Steigende Unternehmensgewinne sprechen für eine Erholung der Börsenlage. Doch in dieser Woche beherrschte Nervosität die Aktienmärkte.

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Als Teufel verkleideter Börsenhändler am 12. Februar 2002.

Nach Startschwierigkeiten - ausgelöst durch die Gerüchte und Spekulationen um weitere Bilanzmanipulationen in den USA - drehte der amerikanische Aktienmarkt zur Wochenmitte ins Plus. Allerdings beherrscht weiterhin große Nervosität das Marktgeschehen. So wurde selbst Microsoft angeblicher Bilanztricks bezichtigt. Das Unternehmen habe die Umsätze optisch gedrückt, um damit Reserven für schlechte Quartale aufzubauen. Den Kurs der Aktie hat dies aufgrund der guten Geschäftsaussichten allerdings kaum beeindruckt.

Nasdaq kurz vor dem Ausbruch?

Auch charttechnisch verbessert sich die Börsenlage zusehends; die Nasdaq dürfte kurz vor einem Ausbruch stehen, meinen Optimisten. Von der fundamentalen Seite kommt seit Jahresbeginn ebenfalls Unterstützung: So waren zuletzt etwa die amerikanischen Einzelhandelsumsätze deutlich besser als erwartet. Gleichzeitig steigen die Unternehmensgewinne wieder, so dass derzeit vieles für eine Erholung der Aktienmärkte spricht.

Risikofaktor "Penny Stocks"

In Europa jedoch wartet man noch auf signifikante Aufwärtstendenzen. Die deutschen Börsen konnten der positiven Entwicklung in Amerika daher bisher nicht in vollem Umfang folgen. Besonders der Neue Markt leidet weiter unter der drohenden Abwicklung so genannter "Penny Stocks".

An Aktienumsätzen interessierte Banken halten aber die noch anhaltende Unsicherheit für eine günstige Gelegenheit, Bestände aufzubauen. Dabei sei jedoch eine sehr genaue Auswahl der Einzeltitel unerlässlich. Bei DaimlerChrysler biete sich nach dem jüngsten Kursrückgang die Chance für einen preiswerten Einstieg.

Blaues Auge beim "Blauen Brief"

Die Diskussion um den "Blauen Brief" war beherrschendes Thema am Rentenmarkt. Deutschland und Portugal sind in Sachen Stabilitätspakt nochmals mit einem blauen Auge davon gekommen. Auf den Rentenmarkt hatte die damit einhergehende Aufweichung der Regeln allerdings kaum Einfluss und auch der Euro zeigte sich entgegen den Befürchtungen unbeeindruckt.

In den nächsten Wochen und Monaten bleibe die künftige Entwicklung der Konjunktur wichtigster Einflussfaktor, heißt es auf dem Parkett. Jeder schlechter als erwartet ausfallende Indikator führt schnell zu steigenden Anleihekursen und umgekehrt.

  • Datum 16.02.2002
  • Autorin/Autor Thomas Kirschning
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  • Permalink http://p.dw.com/p/1rRM
  • Datum 16.02.2002
  • Autorin/Autor Thomas Kirschning
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