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DW AKADEMIE

Warschau: Podiumsdiskussion Demokratie 3.0

Während der Europäischen Entwicklungstage am 15. und 16. Dezember wurde über neue Entwicklungsstrategien im Zeitalter der neuen Medien debattiert.

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Ahmad Moeed (rechts) und Klaus Rudischhauser

"Wer hat heute Morgen schon soziale Medien genutzt?" Auf diese Frage der Moderatoren Patrick Leusch (DW-AKADEMIE) und Shada Islam (Friends of Europe) hoben die meisten der rund 200 Gäste im Auditorium C des Copernicus Science Centre die Hand. Dass die sozialen Medien die Welt revolutioniert haben, darüber herrschte unter den fünf Podiumsteilnehmern Einigkeit. Im Rahmen der Europäischen Entwicklungstage 2011 in Warschau diskutierten Klaus Rudischhauser (Europäische Kommission, Direktor für Entwicklungszusammenarbeit), Amadou Mahtar Ba (Generaldirektor der African Media Initiative), Ahmad Moeed (Leiter der Neuen Medien Al Jazeera), Gabriel Accascina (Direktor der Knowledge Management Group, UNDP) und Mark Wilson (Dirketor von PANOS London) über Demokratie 3.0 - neue Medienentwicklungsstrategien im Zeitalter der neuen Medien.

12.2011 DW-AKADEMIE Projektentwicklung Europäische Entwicklungstage 2011 Brüssel Democracy 3.0

"Soziale Medien sind wesentlich für die Entwicklung von Ländern und Gesellschaften", stellte Rudischhauser gleich zu Beginn fest. "Daher ist eine der wichtigsten Aufgaben politischer Entscheidungsträger, jedem Menschen den Zugang zum Internet zu ermöglichen." Denn, so die überspitzte Formuierung von Ahmad Moeed: "Während halb Afrika twittert, hungert die andere Hälfte des Kontinents." Ein Punkt, der auch im Netz weiterdiskutiert wurde, denn die Podiumsveranstaltung wurde per Livestream im Internet übertragen und viele Nutzer twitterten Kommentare und Fragen.

Durch die neuen Medien könnten sich die Bürger noch stärker am politischen Prozess beteiligen, so Gabriel Accascina gerade im Hinblick auf den Arabischen Frühling. Die neuen Medien seien dabei allerdings nicht der Schlüssel, sondern nur das Mittel, merkte Wilson an. Für Mahtar Ba stellte sich dagegen die große Frage: Inwieweit könnten und sollten die neuen Medien denn auch für ihre Inhalte verantwortlich gemacht werden? Ein Spannungsfeld zwischen Pressefreiheit, journalistischen Standards und Meinungsfreiheit, wie Bettina Peters (Direktor des Global Forum for Media Development) in ihren Schlussbemerkungen feststellte.