Warnung vor Bitcoin: Totalverlust möglich | Aktuell Welt | DW | 23.12.2017
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Kryptowährung

Warnung vor Bitcoin: Totalverlust möglich

Angesichts der heftigen Kursausschläge beim Bitcoin warnt nun auch die deutsche Finanzaufsicht vor der Digitalwährung. Die Cyber-Devise war am Freitag um mehr als 30 Prozent abgestürzt.

Der oberste deutsche Finanzaufseher warnt private Anleger eindringlich vor Investitionen in Bitcoins. "Es handelt sich um höchst spekulative Vorgänge mit der Möglichkeit des Totalverlustes", sagte der Chef der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), Felix Hufeld, der "Bild"-Zeitung. Im Zuge des Booms werde es "Exzesse geben, die bittere Verlierer produzieren" würden. Deshalb müsse jeder Bitcoin-Anleger mit "höchster Vorsicht" vorgehen und wissen, "dass er im schlimmsten Fall sein ganzes Geld verlieren kann".

Mehr als 30 Prozent an Wert verloren

Am Freitag war die Cyber-Devise um mehr als 30 Prozent auf 10.800 Dollar abgestürzt. Am vergangenen Wochenende hatten Anleger dagegen noch rund 20.000 Dollar gezahlt. Ein konkreter Auslöser für den Ausverkauf war nicht zu erkennen. "Zahlreiche Privatanleger dürften sich in den letzten Tagen die Finger an digitalen Talern verbrannt haben", sagt Timo Emden, Deutschland-Chef des Online-Brokers Daily-FX.

Sie waren anscheinend in den vergangenen Tagen und Wochen bei Preisen von 15.000 Dollar oder mehr eingestiegen, und mussten nun mit ansehen, wie ihnen die Gewinne angesichts der bröckelnden Kurse in den Fingern zerrannen. Da zogen sie die Notbremse – und beschleunigten den Absturz.

"Am Ball bleiben" 

Der oberste deutsche Finanzaufseher kündigte an, seine Behörde müsse "eng am Ball bleiben", sprach allerdings auch von einer großen Lernaufgabe. "Wir sind alle dabei, dieses Gebiet erst zu verstehen und Know-How aufzubauen", sagte Hufeld.

In den vergangenen Tagen hatten bereits andere Notenbanker immer lauter vor der Gefahr gewarnt, dass die Bitcoin-Blase platzen könne, und vor dem Risiko, das Anleger damit eingehen. Der Chef der japanischen Zentralbank, Haruhiko Kuroda, sagte, der Preisanstieg für die digitale Währung sei "anormal". Die Chefin der US-Notenbank, Janet Yellen, kritisierte, Bitcoin sei kein Geld. Der dänische Zentralbankchef Lars Rode forderte die Bürger explizit auf: "Bleiben Sie weg. Das ist tödlich."

se/ml (rtr, dpa)

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