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Reise

Warnung für Philippinen-Touristen

Mehrere westliche Botschaften haben Touristen vor einer akuten Entführungsgefahr in beliebten Urlaubsregionen auf den Philippinen gewarnt.

Das Auswärtige Amt in Berlin wies auf ein "aktuelles akutes Entführungsrisiko durch terroristische Gruppen" insbesondere auf der Insel Palawan hin. Auch die Botschaften der USA, Kanadas und Großbritanniens in Manila warnten am Mittwoch vor Besuchen auf der Insel.

In den vergangenen Jahren hatte es auf den Philippinen immer wieder Entführungen und Ermordungen von Ausländern gegeben - sie konzentrierten sich aber auf die muslimischen Unruheregionen im äußersten Süden des Landes, wo die Dschihadistengruppe Abu Sayyaf aktiv ist.

Den Warnungen westlicher Diplomaten zufolge werden die Extremisten zunehmend außerhalb dieser Region aktiv. Die bei Urlaubern beliebte Insel Palawan liegt rund 400 Kilometer vom Kerngebiet der Abu Sayyaf entfernt.

Als Reaktion auf die Reisewarnungen räumte der philippinische Präsident Rodrigo Duterte in Manila ein, "dass wir ein Problem mit Terrorismus haben". Duterte bekräftigte seine Vorstellung von einer Lösung des Problems: "Meine Anweisung an die Sicherheitskräfte lautet: Erschießt sie, sobald Ihr sie seht. Tötet sie!" Im April hatte sich die philippinische Armee Feuergefechte mit Abu-Sayyaf-Aktivisten auf der Urlaubsinsel Bohol geliefert. Die Extremisten wollten dort offenbar Urlauber entführen. 

is/at (afp)

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