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Aktuell Deutschland

Warnstreik-Welle rollt im Osten und Süden weiter

Vor der dritten Tarifrunde im öffentlichen Dienst gehen die Warnstreiks mit Schwerpunkt in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen weiter. Es ist der vierte Tag der bundesweiten Streikwoche mit tausenden Teilnehmern.

Die Deutschland-Tour von Frank Bsirske geht an diesem Donnerstag weiter. Nachdem er gestern in Köln die Forderung der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi auf eine Lohnerhöhung von 6,5 Prozent lautstark erneuert hat, wird der Verdi-Chef zu einer Kundgebung in Halle an der Saale erwartet.

Damit wird die Warnstreik-Welle im Osten Deutschlands fortgeführt. Mehrere Tausend Mitarbeiter sollen die Arbeit ganztägig niederlegen. In Leipzig solidarisierte sich die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft mit den Streikenden. 33 Kitas und Horte werden nach Angaben eines Verdi-Sprechers bestreikt. In Sachsens Landeshauptstadt Dresden trifft der Streik die Verkehrsbetriebe. Aber auch in Regionen in Brandenburg, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg sind Beschäftigte von Behörden und kommunalen Einrichtungen aufgerufn, zeitweise die Arbeit niederzulegen.

Nächste Gespräche am 28. März

Die Tarifverhandlungen sollen Mitte nächster Woche fortgesetzt werden. Verdi fordert 6,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat mehr. Die Arbeitgeber haben ein Stufenmodell angeboten, das nach ihrer Rechnung im zweiten Jahr auf ein Lohnplus von 3,3 Prozent hinauslaufen würde.

Bei der zweiten Warnstreikwelle in Nordrhein-Westfalen am Mittwoch hatte die Gewerkschaft Verdi die Gangart deutlich verschärft. Rund 71 000 Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes legten nach Verdi-Angaben für 24 Stunden die Arbeit nieder. Das waren 16.000 mehr als bei den ersten Protesten vor zwei Wochen. Der öffentliche Nahverkehr war - bis auf Züge der Deutschen Bahn - weitgehend lahmgelegt. Das befürchtete Verkehrschaos blieb aber aus. Auch viele städtische Kitas waren geschlossen. Der Müll wurde nicht abgeholt.

li/pg (dpa)