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Nahost

Warmer Winter enttäuscht die Touristen im Libanon

Während Europa zur Weihnachtszeit unter heftigen Schneefällen litt, blieb die Weihnachtsatmosphäre an der libanesischen Mittelmeerküste fast sommerlich. Leider blieben daher auch die Wintersporttouristen fern.

Ein Wintersportler fährt Snowboard im Libanon (Foto: ap)

Snowboarden in Faraja, nördlich von Beirut ist in diesem Jahr nicht möglich

Mit Temperaturen von 15 Grad blieben auch die Berge im Libanon grün. Der ausbleibende Schnee, hat den Wintersportlern im Libanon einen Strich durch die Rechnung gemacht.. Die Wintersportressorts können ihre Gäste in dieser Saison daher leider nicht empfangen.

Touristen bleiben aus

Die Wintertouristen haben aus Enttäuschung ihr Urlaubziel gewechselt oder den Urlaub auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. "Für Januar sind viele Reservierungen abgesagt worden", sagt Walid Kanaan, der Chef des Hotels Mzaar-Intercontinental in Faraja nahe Beirut. "Aus Erfahrung wissen wir, dass die Hochsaison zwischen Mitte Dezember und Mitte Januar liegt", sagt ein Ski-Verkäufer. 40 Prozent des diesjährigen Geschäfts seien bereits dahin.

Grüne Berge im Libanon (Foto: Ali Amini)

So grün sind die Berge momentan zwar nicht, aber leider liegt auch nicht genügend Schnee auf den Spitzen

Libanon - der Wintersportort in Nahost

Der Libanon ist eines der wenigen Länder im Nahen Osten, das eine Vielfalt an Wintersportmöglichkeiten anbietet. Die libanesische Bergkette liegt nah an der Küste. Das milde, mediterrane Klima hat den Touristen immer die Möglichkeit gegeben, vormittags Ski zu fahren und nachmittags im Mittelmeer schwimmen zu gehen. Die sechs Wintersportanlagen haben im vergangenen Jahr mit zwei Millionen Besuchern ein Rekord erreicht. Dieses Jahr scheint das Wetter sowohl Hotelchefs als auch Touristen im Stich gelassen zu haben. Dennoch zeigt sich Marc Wahibe, Direktor des libanesischen Wetterdienstes am Beiruter Flughafen optimistisch: "Wir sollten nicht in Panik verfallen. Und vielleicht werden die Berge ja doch noch weiß."

Autorin: Maissun Melhem (rtra,afpd)
Redaktion: Diana Hodali