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Kultur

Warhol-Versteigerung wird nicht gestoppt

Der NRW-Landtag gab nun bekannt, dass die beiden Warhol-Werke "Four Marlons" und "Triple Elvis" wie geplant versteigert werden. Die Pläne hatten bei Politikern, Galeristen und Museumsdirektoren Entrüstung ausgelöst.

Andy Warhol Triple Elvis Four Marlons Ausstellung Versteigerung

Die Warhol-Bilder "Triple Elvis" und "Four Marlons" werden am 12. November bei Christie's versteigert

Die Verträge mit dem Auktionshaus Christie's seien bereits abgeschlossen und es bestehe eine Auktionsgarantie, teilte der Kulturausschuss des Düsseldorfer Landtags mit. Die im Landtag vertretene Oppositionspartei "Die Piraten" hatte die Offenlegung der Verträge gefordert, um die Auktion noch stoppen zu können. Die geplante Versteigerung von zwei Warhol-Bildern des Landes NRW hatte in Kultur und Politik zu großer Kritik geführt. In einem offenen Brief bezeichnen 26 deutsche Museumsdirektoren die Auktion als Tabubruch. Der Präsident des Museumsbundes Eckart Köhne fordert, die Sammlungen des Landes unter Kulturschutzgut zu stellen, damit sie in Zukunft nicht zum Stopfen von Haushaltslöchern verwendet werden würden.

80 Millionen Euro für Westspiel

Der Spielcasinobetreiber Westspiel hatte die Warhol-Bilder "Four Marlons" und "Triple Elvis" 1977 und 1978 zur Ausstattung des Casinos für zusammen rund 200.000 Euro erworben. Der Spielcasinobetreiber Westspiel erhofft sich nun einen Erlös von 100 Millionen Euro. Maximal 80 Millionen sollen in die Sanierung des Casino in Aachen und in einen Neubau in Köln fließen. Ein möglicher Mehrerlös soll dem Landeshaushalt NRW zugute kommen. Westspiel gehört zur landeseigenen NRW-Bank und besitzt eine Sammlung mit 235 Kunstwerken.

hjh/jb (dpa/epd)

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