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Wirtschaft

Wann geht es endlich wieder aufwärts ...?

Bei jeder neuen Warnung an den irakischen Diktator Saddam Hussein zuckten auch die Händler an den Aktienmärkten zusammen: Sie schickten die Kurse weiter auf Talfahrt.

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Auch die Häuslebauer können die Börse nicht retten

Der Deutsche Aktienindex fand sich zur Wochenmitte (22.1.2003) auf einem Jahrestief von unter 2800 Punkten wieder und konnte diese Verluste auch zum Wochenende nicht mehr wettmachen.

Da konnten auch einige positive Konjunkturdaten nichts ausrichten: Die US-Amerikaner beispielsweise nahmen mehr Eigenheim-Bauten in Angriff als von Experten angenommen. Diese Meldung verpuffte genauso wirklungslos wie ein deutlich gestiegener Konjunktur-Index des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim.

Lichtblicke bei Unternehmensmeldungen

Der Hersteller von elektronischen Bauelementen, Infineon, überzeugte die Anleger mit stark reduzierten Verlusten und der Aussicht, noch in diesem Jahr schwarze Zahlen zu schreiben. Auch das Mutterunternehmen, der Elektronikkonzern Siemens, konnte auf seiner Hauptversammlung die Aktionäre mit guten Zahlen für das erste Quartal erfreuen.

Zwar warnte Siemens-Chef Heinrich von Pierer vor all zu großem Optimismus. Dennoch halte man an dem Ziel fest, den operativen Gewinn im laufenden Jahr zu steigern. Auch der finnische Nokia-Konzern - Weltmarktführer bei Mobiltelefonen mit einem Anteil von 38 Prozent - wagte eine vorsichtig optimistische Prognose für 2003. Fazit: Die krisengeschüttelte High-Tech-Branche sieht wieder Licht am Ende des Tunnels.

Lufthansa im Sinkflug

Die deutsche Airline teilte zur Wochenmitte mit, dass sie weitere Flugzeuge stilllegen werde. Zudem verhindere die derzeitige Konjunkturlage eine verlässliche Prognose für 2003. Ähnlich argumentierte auch der Reisekonzern TUI. Beide Aktien gehören zu den größten Verlierern der Woche und wurden von vielen Analysten herabgestuft.

Gewinner der Woche waren wieder die sogenannten sicheren Häfen: Rentenpapiere waren stark gefragt genauso wie Gold. Der Preis für eine Feinunze liegt derzeit jenseits von 360 US-Dollar und liegt damit so hoch wie seit sechs Jahren nicht mehr. Auch die Europäische Gemeinschaftswährung legte weiter zu und etablierte sich deutlich über der Marke von 1,07 US-Dollar.

  • Datum 25.01.2003
  • Autorin/Autor Henrik Böhme
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  • Permalink http://p.dw.com/p/3CZI
  • Datum 25.01.2003
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