1. Zum Inhalt springen
  2. Zur Hauptnavigation springen
  3. Zu weiteren Angeboten der DW springen

Die Zukunftsnuss

16. November 2016

Klimawandel und Viehwirtschaft bedrohen den größten natürlich gewachsenen Walnusswald der Welt. Die Lebensgrundlage vieler Menschen stirbt langsam. Ein neuer nachhaltiger Ansatz soll ihn retten.

https://p.dw.com/p/2SlHM
Golabal Ideas Walnussernte in Kirgistan
Bild: DW/K. Palzer

Kirgistan: Rettet den Walnuss-Dschungel!

Projektziel: Die Artenvielfalt im größten natürlich gewachsenen Walnusswald der Welt in Süd-Kirgistan erhalten und gleichzeitig die Armut der Menschen zu bekämpfen
Projektpartner: Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ), Staatliche Agentur für Umweltschutz und Forstwirtschaft der Republik Kirgistan, Ministerium für Landwirtschaft und Melioration der Republik Kirgistan
Projektbudget: 5 Millionen Euro, finanziert durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) 
Biodiversität: Die Waldgebiete im Süden Kirgistans sind ein wichtiger Biodiversitäts-Hotspot, viele gezüchtete Obst- und Walnuss-Sorten gehen auf die hier wild wachsenden Nuss- und Obstbäume zurück. Der Schutz dieser wilden Spezies ist für die ganze Welt von Bedeutung.

Sehr viele Menschen in Süd-Kirgistan leben von der Ernte von Walnüssen, aber auch von der Viehhaltung. Ein Problem dabei ist, dass die Tiere die jungen Walnuss-Sprösslinge auffressen, wodurch der Wald immer mehr altert und nach und nach abstirbt. Hinzukommt, dass Kirgistan durch das Abschmelzen seiner Gletscher eines der weltweit am stärksten vom Klimawandel betroffenen Länder ist. Eine an den Klimawandel angepasste Nutzung der Wälder muss her, die die lokale Bevölkerung mit einbezieht. In einem Ansatz geht es darum, bei den Menschen Verständnis dafür zu wecken, dass ihre Viehherden nicht im Wald weiden dürfen, wenn er erhalten bleiben soll, auch (illegale) Rodungen sollen vermindert werden. Gleichzeitig werden Wälder neu angepflanzt, die besser an den Klimawandel angepasst sind. Die Menschen nutzen vermehrt auch alternative Einkommensquellen - zum Beispiel durch Kräuter- oder Obst-Anbau - und sollen selbst zum Schutz dieses weltweit einzigartigen Waldes beitragen.

Ein Film von Kerstin Palzer