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Aktuell Amerika

Waldbrände wüten in Colorado

Aus den USA werden erneut schwere Waldbrände gemeldet. Betroffen ist diesmal vor allem der Bundesstaat Colorado. Viele Menschen sind davon bedroht, Hab und Gut zu verlieren.

Aus Colorado werden gefährliche Waldbrände gemeldet (Foto: AP)

Waldbrände in den USA

Wegen einer Serie von Waldbränden sind im westlichen US-Bundesstaat Colorado mehr als 1000 Häuser geräumt worden. Betroffen seien mehrere Orte in der Nähe des Nationalparks von Waldo Canyon, teilten die Behörden mit. Sie riefen den Notstand aus.

Rund 11.000 Menschen mussten laut Medienberichten ihre Häuser verlassen. Dazu kam eine unbekannte Zahl von Touristen, die in Sicherheit gebracht wurden. Der gesamte nahegelegene Ort Manitou Springs sei menschenleer, zitierte der Fernsehsender CNN Bürgermeister Marc Snyder. Das größte Buschfeuer brach am Samstag im Nationalpark von Waldo Canyon aus und konnte bisher nicht unter Kontrolle gebracht werden. Das Feuer erstrecke sich auf 1000 Hektar und breite sich bei rund 30 Grad Celsius ohne jedes Hindernis aus, erklärte die Stadtverwaltung von Colorado Springs.

Schwerste Feuersaison seit Jahren

Weitere vier Waldbrände lodern derzeit in dem Bundesstaat. Sie wurden durch die Hitze und die große Trockenheit ausgelöst. Colorado erlebt derzeit die schlimmste Brandsaison seit zehn Jahren. Einer der Brände zerstörte mindestens 191 Häuser nahe der Stadt Fort Collins.

Die neuste Brandserie kommt nur wenige Tage vor dem Nationalfeiertag in den USA, dem 4. Juli, an dem viele Familien Nationalparks und andere Touristenziele ansteuern. Seit mehr als einer Woche gilt in Colorado bereits ein Verbot für offene Lagerfeuer und private Feuerwerksvorführungen. Einige der beliebtesten Touristenattraktionen wurden geschlossen. Viele Touristen müssen ihren Urlaub in Evakuierungszentren verbringen, wo Wasserflaschen verteilt oder Feldbetten aufgestellt werden.

Von diesem Montag an sollen Militärtransportflugzeuge vom Luftwaffenstützpunkt Peterson Air Force Base bei Colorado Springs die Einsätze der Feuerwehr unterstützen, wie Gouverneur John Hickenlooper sagte. Wie es weiter hieß, stellte die Bundesbehörde für Katastrophenmanagement inzwischen Bundeshilfen zur Bekämpfung des Feuers zur Verfügung.

ml/SC/kle (afp, dapd, dpa, rtr)