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Aktuell Amerika

Wahlkrimi mit ungewissem Ausgang

Einen Tag vor der Präsidentenwahl in den USA liegt Amtsinhaber Obama einen Wimpernschlag vor seinem Herausforderer Romney. Beide kämpfen bis zuletzt um jede Wählerstimme, vor allem in den sogenannten Swing States.

Die Umfrageergebnisse sind so knapp, dass niemand eine Prognose wagen will. Nach 17 Monaten Wahlkampf-Marathon geht US-Präsident Barack Obama mit hauchdünnem Vorsprung vor dem Republikaner Mitt Romney in den Tag der Entscheidung. Die Amerikaner richten sich für diesen Dienstag auf eine lange Wahlnacht ein. Bis zum Schluss warf Präsident Obama dem Republikaner Romney vor, die Lücke zwischen Arm und Reich zugunsten der Wohlhabenden vergrößern zu wollen. Romney beschuldigte den Demokraten angesichts hoher Arbeitslosigkeit und mauer Konjunktur, in der Wirtschaftspolitik vollständig versagt zu haben.

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US-Wahl: Amerikaner im Zwiespalt

Steht ein Patt bevor?

Noch am Sonntagabend (Ortszeit) sahen die Meinungsforscher nach einem Bericht der "New York Times" Obama mit durchschnittlich 1,3 Prozentpunkten vor Romney. Ausgewertet wurden zwölf frische nationale Umfragen. Eine am Montag veröffentlichte Umfrage ergab US-weit ein Patt von 49 zu 49 Prozent. Allerdings lag Obama in der Mehrzahl der Wahl entscheidenden Bundesstaaten ganz knapp vorn, den sogenannten Swing States, in denen in der Vergangenheit mal die demokratischen Bewerber, mal die Republikaner gewinnen konnten.

Die Aufmerksamkeit konzentriert sich besonders auf Ohio. Hier lag Obama nach einer Auswertung des Portals "National Polls" in sieben von acht November-Umfragen vorn - schlecht für Romney, denn noch nie ist ein Republikaner Präsident geworden, der nicht Ohio gewonnen hat.

Hektisches Werben um die Wählergunst

Obama und Romney touren weiter in Rekordtempo durch die Wechsel-Staaten, um sich in letzter Minute die entscheidenden Stimmen der noch Unentschiedenen zu sichern. Obama hatte zum Wahlkampffinale Auftritte in Wisconsin, Ohio und Iowa auf dem Programm. Via Twitter wandte er sich nochmals an alle Wähler: "Nach allem, was wir gemeinsam bewältigt haben, können wir jetzt nicht aufhören. Wir müssen zusammenkommen und Amerika mehr Wandel bringen."

Romney rief in Sanford (Florida) die Wähler dazu auf, ihm die Chance zu geben, "das Land in eine bessere Zukunft zu führen". Anschließend reiste der Ex-Gouverneur von Massachusetts nach Virginia und Ohio. Eine letzte Kundgebung ist in New Hampshire geplant.

Offiziell beginnt der Wahltag um fünf Uhr morgens Ortszeit (11 Uhr MEZ) mit der Öffnung der Wahllokale im Bundesstaat Vermont. Die Bürger von Hawaii und Alaska sind die Schlusslichter. In Alaska sind die Wahllokale von 17 Uhr bis 6 Uhr MEZ (Mittwoch) geöffnet.

Keine Normalität knapp eine Woche nach dem Sturm

Einen Tag vor der Präsidentenwahl sind an der Ostküste noch immer 1,4 Millionen Haushalte ohne Stromversorgung. Die Wirbelsturmopfer leiden jetzt zusätzlich unter einer Kältewelle.

qu/uh (dpa, afp, dapd)

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