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Fokus Osteuropa

Wahlen in Montenegro: Amtsinhaber als Favorit

In Montenegro finden am Sonntag die ersten Präsidentschaftswahlen seit der Unabhängigkeit statt. Der derzeitige Staatspräsident Filip Vujanovic liegt in Umfragen klar vorn.

Vujanovic erwartet wieder den Wahlsieg (Foto: AP)

Vujanovic erwartet wieder den Wahlsieg

Montenegro Wahlen Filip Vujanovic Wahlplakat in Podgorica

Wahlplakat in Podgorica

Zur Präsidentschaftswahl in Montenegro am Sonntag (6.4.2008) treten insgesamt vier Kandidaten an: Neben Amtsinhaber Filip Vujanovic, dem Kandidaten der Regierungskoalition, sind das der Vertreter der Serbischen Liste, Andrija Mandic, der Kandidat der Partei "Bewegung für Wandel", Nebojsa Medojevic sowie Srdjan Milic von der Sozialistischen Volkspartei (SNP).

Laut einer Umfrage unter 1300 Wählern, die die Nicht-Regierungsorganisation "Zentrum für Demokratie und Menschenrechte" (CEDEM) durchgeführt hat, würden knapp 53 Prozent der Befragten für Amtsinhaber Vujanovic stimmen. Ein sehr hoher Prozentsatz der Befragten, gut 68 Prozent, glaubt, dass Vujanovic den Wahlsieg erringen wird. CEDEM-Analyst Milos Besic führt diese Prognose darauf zurück, dass die Demokratische Partei der Sozialisten von Vujanovic bei allen Wahlen seit den frühen 1990er Jahren gewonnen hat und die Opposition keine geschlossene Einheit bildet.

Entscheidung im ersten Wahlgang erwartet

EU Montenegro Filip Vujanovic in Straßburg

Ziel Europa: Filip Vujanovic in Straßburg

Unter Vujanovics Gegenkandidaten ist es nach Einschätzung des Analysten Besic einzig dem Kandidaten der Sozialistischen Volkspartei (SNP), Srdjan Milic, gelungen, eine bestimmte Wählerschicht für sich zu gewinnen und hinter sich zu vereinigen, auch wenn ihn zurzeit nur 9,8 Prozent der Stimmberechtigten wählen würden. Die Kandidaten Andrija Mandic und Nebojsa Medojevic liegen laut der Umfrage in etwa gleich auf bei 19 Prozent der Wählerstimmen.

In Montenegro wird der Präsident alle fünf Jahre gewählt. Gewonnen hat der Kandidat, der mehr als die Hälfte der Stimmen aller Wahlbeteiligten erhält. Falls kein Kandidat die ausreichende Stimmenzahl bekommt, findet 14 Tage später eine zweite Wahlrunde statt. Beobachter erwarten jedoch eine Entscheidung im ersten Wahlgang. Wahlberechtigt sind in Montenegro etwa 490.000 Menschen.

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