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Aktuell Welt

Wahl in Frankreich: Hollande liegt vorne

Im Kampf um die französische Präsidentschaft zeichnet sich in der ersten Wahlrunde ein Sieg des Sozialisten Hollande ab. Nach Wählerbefragungen und Teilergebnissen musste Amtsinhaber Sarkozy eine Niederlage hinnehmen.

Die Entscheidung, wer französischer Präsident wird, fällt aber erst in zwei Wochen am 6. Mai wenn Hollande und Sarkozy in der Stichwahl gegeneinander antreten.

Angaben aus Belgien

Während in den großen französischen Städten die Stimmlokale noch bis 20.00 Uhr MESZ geöffnet sind, meldete die belgische Zeitung "Le Soir" auf ihrer Internetseite bereits erste Trends. Danach kommt Hollande nach Angaben des renommierte Befragungsinstitut OpinionWay auf 27 bis 30 Prozent der Stimmen. Sarkozy liege bei 25 und 27 Prozent. Die rechtsradikale Marine Le Pen von der "Nationalen Front" komme mit 15 bis 17 Prozent auf den dritten Platz. Ähnliche Zahlen meldete der belgische Rundfunk. In Frankreich selbst sind derartige Veröffentlichungen vor Schließung aller Wahllokale verboten.

Die Wahlbeteiligung war bis 17.00 Uhr leicht geringer als bei der Wahl 2007. Nach Angaben des Innenministeriums lag sie bei 70,6 Prozent. Das sind genau drei Punkte weniger als bei der vorherigen Wahl, als sie allerdings besonders hoch war.

Präsident Sarkozy verlässt die Wahlkabine (Foto: Reuters)

Präsident Sarkozy verlässt die Wahlkabine

Trotz seines guten Abschneidens im ersten Wahlgang ist der Sieg Hollandes beim zweiten Wahlgang noch keineswegs sicher. Entscheidend ist, wie die Wähler jener acht ausscheidenden Kandidaten am 6. Mai abstimmen. Von den wichtigeren Bewerbern hat bislang nur der Chef der kommunistisch orientierten Linksfront, Jean-Luc Mélenchon angekündigt, dass er seinen Anhängern bei einem Ausscheiden in der ersten Runde die Wahl von Hollande empfehlen werde. Umfragen sahen ihn zuletzt bei gut 14 Prozent.

wl/kle (dpa,dapd)