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Aktuell Afrika

Waffenruhe nur auf dem Papier: Neue Kämpfe in Zentralafrika

Kaum unterzeichnet, schon Makulatur: Nur einen Tag nach der Vereinbarung eines Waffenstillstands sind in der Zentralafrikanischen Republik wieder Kämpfe zwischen verfeindeten Milizen ausgebrochen. Es gab viele Tote.

Zentralafrikanische Republik UN Soldaten (Reuters/B. Ratner)

Tausende UN-Soldaten sind in Zentralafrika präsent - vom Frieden ist das Land aber noch weit entfernt

Der Bürgermeister der Stadt Bria, Maurice Belikoussou, sagte der Nachrichtenagentur Reuters, mindestens 42 Menschen seien getötet worden. Er gehe aber davon aus, dass noch nicht alle Opfer der Kämpfe geborgen seien. Bria liegt rund 600 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Bangui.

Die Katholische Kirche als Vermittler

Der Waffenstillstand war am Montag nach fünftägigen Verhandlungen in Rom bekannt gegeben worden. Eingeschaltet als Vermittler war die Katholische Kirche durch ihre Organisation Sant'Egidio.

Seit 2013 kommt es immer wieder zu Kämpfen in der Zentralafrikanischen Republik. Damals hatten muslimische Seleka-Rebellen die Macht übernommen. Gegen sie kämpft die Anti-Balaka-Miliz, die sich aus der christlichen Minderheit rekrutiert. Insgesamt gibt es 14 bewaffnete Gruppen in dem Land; 13 hatten sich offiziell dem jüngsten Waffenstillstand angeschlossen. In den Kämpfen wurden seit 2013 Tausende Menschen getötet.

In Folge einer französischen Militärintervention und einer anschließenden UN-Friedensmission mit 12.500 Blauhelm-Soldaten stabilisierte sich die Lage. In den vergangenen Wochen ist die Gewalt jedoch wieder aufgeflammt. UN-Angaben zufolge sind rund eine Million Menschen vor den Kämpfen geflohen - das ist etwa jeder fünfte Bewohner des Landes.


haz/cw (rtr, afpe)

 

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