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Aktuell Welt

Waffenfrachter nicht mehr zu orten

Der deutsche Frachter "Atlantic Cruiser", der möglicherweise Waffen nach Syrien bringen soll, ist nach einem Bericht der Nachrichtenagentur dapd nicht mehr zu orten. Der Hintergrund dafür ist noch unklar.

Wie die dapd berichtet, war die "Atlantic Cruiser" auf der Internetseite Marinetraffic.com zuletzt am Samstagmittag zwischen Zypern und Syrien zu erkennen. Üblicherweise würden auf dieser Website die Positionen der Schiffe alle zwölf Stunden protokolliert. Grund für das "Verschwinden" kann sein, dass der Transponder des Schiffes abgeschaltet wurde.

Ziel war der syrische Hafen Taurus

Medienberichten zufolge war der Frachter, der früher Fotodokumenten zufolge den Namen "BBC Italy" trug, am Samstag gestoppt worden, nachdem der Schiffsmakler von schwerem Militärgerät und Munition an Bord erfahren hatte. Das Bundeswirtschaftsministerium erklärte, es gehe Hinweisen nach, ob eine Verletzung des Waffenembargos gegen Syrien vorliege.

Ein Bild der syrischen Nachrichtenagentur SANA mit Waffen aus der Rebellenhochburg Homs

Die EU will die Versorgung mit Waffen durch das Embargo unterbinden

Nach Informationen das Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" hatte die "Atlantic Cruiser", die der deutschen Reederei Bockstiegel aus Emden gehört, vor einigen Tagen im Hafen von Dschibuti von einem iranischen Schiff schweres Militärgerät und Munition für Syrien übernommen. Die Ladung sollte eigentlich am Freitag im syrischen Hafen Taurus gelöscht werden.

"Wir haben das Schiff gestoppt, nachdem wir Hinweise auf die Waffenladung erhielten", zitierte "Der Spiegel" den zuständigen Schiffsmakler Torsten Lüddeke von der C.E.G. Bulk Chartering. Der Frachter sei an eine Firma namens White Whale Shipping im ukrainischen Odessa vermietet worden. - Die EU hat wegen des gewaltsamen Vorgehens von Präsident Baschar al-Assad gegen die Opposition in Syrien unter anderem ein Waffenembargo verhängt.   

ml/as (dapd, rtr)