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Aktuell Nahost

Waffen und Training für gemäßigte Rebellen in Syrien

Im Kampf gegen die IS-Terrormiliz wollen die USA und die Türkei die gemäßigten Rebellen in Syrien bewaffnen und trainieren. Die beiden Staaten unterzeichneten ein entsprechendes Abkommen.

Der Deal wurde vom US-Botschafter in der Türkei, John Bass, und Feridun Sinirlioglu, einem hochrangigen Beamten aus dem türkischen Außenministerium, in Ankara unterzeichnet, wie die US-Botschaft in Ankara mitteilte. Er sieht die Bewaffnung und die Ausbildung der gemäßigten Rebellen vor. Die Rebellen sollen sowohl die syrische Regierung unter Präsident Baschar al-Assad als auch Dschihadisten wie den "Islamischen Staat" (IS) bekämpfen. Die türkische Regierung geht davon aus, dass das Training frühestens im März beginnen kann.

Bereits seit Beginn des Bürgerkriegs in Syrien machen sich Washington und Ankara für einen Sturz Assads stark. Der Türkei wird vorgeworfen, islamistische Truppen in Syrien gefördert zu haben, um eine Unabhängigkeit der syrischen Kurden zu verhindern. Ankara gehört zwar dem von den USA angeführten Bündnis gegen den IS an, verweigert Washington aber das Recht, den großen Stützpunkt Incirlik als Basis für Luftangriffe gegen die Dschihadisten zu nutzen.

Vorstoß in die Provinz Rakka

Derweil sind syrische Kurden und Rebellen in die syrische Provinz Rakka vorgedrungen, einer Hochburg der Dschihadistenmiliz in der Region. Unterstützt von Luftangriffen der US-geführten internationalen Koalition hätten die kurdischen Kämpfer und die Rebellen 19 Ortschaften eingenommen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit. Die Koalition habe eine "Schlüsselrolle" gespielt, sagte der Chef der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman. Sie habe die IS-Stellungen bombardiert und die Kämpfer zum Rückzug gezwungen.

Im Januar hatten kurdische Truppen und Rebellen nach vier Monaten erbitterten Kämpfen die Dschihadisten aus der syrischen Grenzstadt Kobane zurückgedrängt. Seitdem haben Kurden und Alliierte große Teile des Gebiets nördlich der Stadt Aleppo eingenommen und rücken nun Richtung Osten in die Provinz Rakka vor. Laut dem Bericht der Beobachtungsstelle, deren Angaben von unabhängiger Seite nicht überprüft werden können, haben die Aktivisten etwa 242 Ortschaften eingenommen, einschließlich der 19 in der Provinz Rakka.

cr/kle (afp, rtr, ap)