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Aktuell Europa

Waffen für Pariser Attentat aus Deutschland?

Laut einem Medienbericht sollen einige der beim Anschlag in Paris benutzten Waffen von einem Mann aus Deutschland verkauft worden sein. Die Staatsanwaltschaft bestätigte zumindest die Festnahme eines Waffenhändlers.

Im Zuge der Ermittlungen nach den Pariser Terroranschlägen ist nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung ein Waffenhändler aus dem baden-württembergischen Magstadt verhaftet worden. Die Staatsanwaltschaft Stuttgart bestätigte, dass gegen den 24-Jährigen ein Ermittlungsverfahren laufe.

Bezug zu Pariser Attentaten nicht bestätigt

Der Mann stehe im Verdacht, gegen das Waffengesetz verstoßen zu haben. "Er soll legale Schreckschusspistolen umgebaut haben zu Schusswaffen und diese dann im Internet verkauft haben", sagte eine Sprecherin der Stuttgarter Staatsanwaltschaft. Einen Bezug zu den Terroranschlägen in Paris wollte sie zunächst nicht bestätigen.

Die "Bild" hatte unter Berufung auf Unterlagen deutscher Ermittlungsbehörden berichtet, der Mann habe Anfang November vier Sturmgewehre vom Typ Kalaschnikow verkauft. Auf seine Spur seien die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft und der dortige Zoll gekommen. Es liefen gemeinsame Ermittlungen gegen mehrere Personen, die im Internet mit Waffen, Waffenteilen und Munition gehandelt haben sollen, heißt es in dem Bericht. Die Staatsanwaltschaft teilte indes mit, es handele sich ausschließlich um Pistolen.

Verdächtige E-Mails

Vier verdächtige E-Mails auf dem Smartphone des Waffenhändlers sollen den Kontakt zu einem "Araber in Paris" belegen. Die Waffen seien nach Erkenntnissen der französischen Behörden bei den Anschlägen benutzt worden, schreibt die "Bild" weiter.

Islamistische Terroristen hatten vor zwei Wochen in Paris 130 Menschen getötet, unter anderem mit Sturmgewehren des Typs Kalaschnikow.

cgn/cr (dpa, afp, rtr)