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Wachstum

Jeder Mensch ist irgendwann einmal ausgewachsen. Aber die Fingernägel und Haare wachsen ein Leben lang. Auch Liebe kann wachsen. So kann ein Mensch einem anderen ans Herz wachsen. Natürlich nur im übertragenen Sinne.

Zumindest in den gemäßigten Klimazonen der nördlichen Hemisphäre ist zurzeit mächtig was los. Draußen auf den Feldern, in Wald und Flur, an Bächen und Teichen sprießt und gedeiht es, dass es eine wahre Freude ist. Es ist Frühling, die Zeit üppigen Wachstums.

In Schüben

Wachstum und wachsen – unser Stichwort der Woche. Im Grunde genommen bedeutet wachsen nichts anderes als größer werden. Wenn wir aber an unser eigenes Wachstum denken, die Zeit des Heranwachsens, werden wir uns erinnern, dass Wachstum ein ziemlich kompliziertes Geschehen ist, dass der Wachstumsprozess gerade bei uns Menschen vielfältige Veränderungen psychischer und körperlicher Natur mit sich bringt.

Die Biologen bezeichnen Wachstum als die nicht umkehrbare Vergrößerung eines Organismus. Je nachdem um welche Art von Organismus es sich handelt, gibt es die verschiedensten Wachstumsformen und Wachstumsgeschwindigkeiten. Organe, Gewebe und Zellen wachsen unterschiedlich schnell und in so genannten Wachstumsschüben.

Irgendwann ist Schluss

Menschen und Tiere sind irgendwann ausgewachsen, das heißt, sie hören auf zu wachsen. Die Tatsache, dass Haare, bei den Tieren das Fell, Finger- und Fußnägel nachwachsen, hat nichts mit eigentlichem Wachstum zu tun. Auch nicht das alljährlich neue Hirschgeweih. Der ausgewachsene Mensch, das ausgewachsene Tier haben ihre organische Entwicklung und damit das Größenwachstum abgeschlossen.

Pflanzen hingegen können immer weiter wachsen, können immer größer werden. Paradebeispiel dafür sind Mammutbäume, die mitunter über 3000 Jahre alt werden und während dieser Zeit ununterbrochen, wenn auch sehr langsam, weiter wachsen. Ihre Stämme werden bis zu 12 Metern dick.

In die Breite wachsen

Apropos dick: Fettansatz und andere Speichervorgänge gelten nicht als Wachstum im biologischen naturwissenschaftlichen Sinn. Gleichwohl gibt es zwischen Zunehmen und Wachstum einen Zusammenhang. Im übertragenen Sinn. Mitunter kann davon ausgegangen werden, dass der Mensch mit wachsendem Alter eine Zunahme an Wissen und Bildung erfährt, dass seine Kenntnisse und seine geistige Reife wachsen.

Dieses Wachstum bringt es mit sich, dass Frauen und Männer auch schwierigen Aufgaben gewachsen sind, ohne dass ihnen gleich graue Haare darüber wachsen. Da wir gerade bei Menschen unterschiedlichen Geschlechtes sind; das Erwachsensein bedeutet nur in biologischer Hinsicht Wachstumsende. Dagegen ist wachsendes Interesse an diesem und jenem ohne weiteres und in jedem Alter möglich.

Hoch hinaus

Auch nicht zu vergessen: Bis einem jemand so richtig ans Herz gewachsen ist, das braucht seine Zeit. Dieses Wachsen, das stärker werden von Gefühlen, bestimmt im Großen wie im Kleinen weite Bereiche unseres Lebens. Liebe und Hass wachsen; Glaube und Leidenschaften wachsen, Probleme, die uns in Unruhe und Aufregung versetzen, weil sie unlösbar scheinen, drohen uns über den Kopf zu wachsen.

Dabei geht es ja nicht nur um Privates. Wachstum und Zuwachs sind keineswegs nur positive Begriffe. Wie immer kommt es auf den Zusammenhang an. Nehmen wir die wachsende Gewaltbereitschaft, die sich auch außerhalb politischer Gruppierungen in erschreckender Vielfalt abzeichnet. Nehmen wir das nahezu ungebremste Wachstum der Weltbevölkerung, das wachsende Verelendung, Hunger und Obdachlosigkeit mit sich bringt.

Nicht zu verhindern

Da mag man schon nachdenklich werden, wenn hierzulande alles in helle Aufregung gerät, nur weil die Prognosen für das Wirtschaftswachstum des laufenden und kommenden Jahres inzwischen etwas weniger optimistisch eingeschätzt werden. Da wird von ausgewiesenen Experten in Gutachten dargelegt, welche Wirtschaftsfaktoren wachstumsfördernd und welche wachstumshemmend sind. Aber ob richtig oder falsch; eine ausgewachsene Wachstumskrise lässt sich durch Gutachten möglicherweise vorhersagen, aber letztlich nicht verhindern. Zum Glück ist ja keine in Sicht. Hierzulande.

Fragen zum Text

Menschen und Tiere sind irgendwann ausgewachsen, das heißt,

1. sie werden dick.

2. sie fangen an zu wachsen.

3. sie hören auf zu wachsen.

Wenn einem jemand ans Herz wächst, dann …

1. mag man ihn mit der Zeit immer mehr.

2. sollte man sich operieren lassen.

3. kann man jemanden nicht leiden.

Wenn die Weltbevölkerung immer weiter wächst, heißt das,

1. dass es immer mehr Menschen gibt.

2. dass die Menschen immer größer werden.

3. dass die Menschen immer dicker werden.

Arbeitsauftrag

Groß, größer, am größten – Adjektive kann man steigern. Das heißt, man kann den Komparativ "größer" und den Superlativ "am größten" bilden. Steigern Sie folgende Adjektive: lustig, schön und klein. Bilden Sie anschließend Sätze. Zum Beispiel: der Hund ist groß, der Löwe ist größer, die Giraffe ist am größten.

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