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Nahost

Wütende Proteste weltweit

Auch am zweiten Tag des Irak-Krieges sind hunderttausende Menschen auf der ganzen Welt aus Protest gegen den US-Angriff auf die Straßen gegangen. Dabei kam es in zahlreichen Städten zu Ausschreitungen.

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Tumulte nach dem Freitagsgebet in Kairo

Bei Ausschreitungen am Rande einer Demonstration in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa kamen drei Menschen ums Leben. Nach Angaben von Augenzeugen und medizinischem Personal sollt es sich um zwei Jugendliche sowie einen Polizisten gehandelt haben. Mehr als 10.000 Jemeniten hatten in der Nähe der US-Vertretung demonstriert. Mit Wasserwerfern, Tränengas und Warnschüssen verhinderte die Polizei in letzter Minute einen Sturm auf das Botschaftsgelände.

In Kairo kam es nach dem Freitagsgebet ebenfalls zu Zusammenstößen zwischen Kriegsgegnern und der Polizei. Die Ausschreitungen begannen, als rund 10.000 Gläubige Slogans gegen die USA und den Irak-Krieg riefen und die Polizei sie am Verlassen der Al- Azhar-Moschee hinderte. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Schlagstöcke ein. 20 Personen wurden festgenommen. Es gab 40 Verletzte.

Demonstration in Palästina gegen Irak Krieg

Demonstration in Gaza

Im Westjordanland und im Gazastreifen protestierten etwa 28.000 Palästinenser gegen den Irak-Krieg. Der Großmufti von Syrien, Ahmed Kiftaro, warnte, der Krieg werde zu noch mehr Hass und Gewalt führen. In Pakistan protestierten Tausende von Anhänger des islamistischen Parteienbündnisses MMA im ganzen Land gegen den Irak-Krieg.

Größte Demonstration in Athen

Demonstration in Athen gegen Irak Krieg

Protest in Athen

Die größte Kundgebung wurde aus Griechenland gemeldet, wo mehr als eine halbe Million Menschen auf die Straße gingen. Allein in Athen waren es nach Polizeischätzungen 300.000 Menschen. Die nationalen Medien sprachen übereinstimmend von den größten Demonstrationen der vergangenen 30 Jahre. An der größten italienischen Kundgebung in Rom nahmen 200.000 Menschen teil. Proteste wurden auch aus anderen Städten des Landes gemeldet.

Mit Rufen wie "Bush Mörder" oder "Bush raus aus dem Irak, er gehört Dir nicht" demonstrierten mehrere tausend Kriegsgegner vor der schwer bewachten US-Botschaft in Paris. In Brüssel zogen nach Angaben der Veranstalter mehr als 30.000 Menschen durch die Stadt, die Polizei sprach von 17.000 Teilnehmern.

In der jordanischen Hauptstadt Amman gingen Moslems trotz Demonstrationsverbots auf die Straße. Auch in Beirut, Tokio und Melbourne kam es zu Protestkundgebungen. In Deutschland flauten die Proteste ab.