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Kultur

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2001 war sein Film der Hit in Deutschland: "Der Schuh des Manitu" von Michael Bully Herbig. Nach der Westernparodie zieht er jetzt mit "(T)Raum-schiff Surprise – Periode 1" das Science-Fiction-Genre durch den Kakao.

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Bully Herbig (li.) blödelt sich durchs All

Mit der "Schuh des Manitu" hatte Michael Bully Herbig vor drei Jahren alle Erwartungen übertroffen. Die Winnetou-Parodie lockte mehr als elf Millionen Zuschauer in die Kinosäle und wurde damit - gemessen am Einspielergebnis - zum erfolgreichsten deutschen Film aller Zeiten. Für sein nächstes Projekt ließ Comedian und Filmemacher Herbig seine Fans entscheiden, welcher Klassiker als "Neuverfilmung" auf die Leinwände kommen sollte. Statt einer Sissi-Parodie, die unter anderem zur Auswahl stand, entschied sich das Bully-Volk mit "(T)Raumschiff Surprise" für einen Science-Fiction-Film.

Intergalaktischer Konflikt

Die Invasion beginnt

Überzeugende Special Effects

Der Film beginnt beeindruckend mit Szenen aus dem All aus einer fernen Zeit irgendwann im Jahr 2300. Mit gekonnten Special Effects werden Hollywood Filme wie "Star Wars" persifliert. Der erste Akt des neuen Bully-Spektakels kann sich sehen lassen, überrascht und hat Witz. Die Geschichte selbst ist ein wenig wirr - aus dem Munde des Regisseurs klingt sie allerdings fast einleuchtend: Es gehe um den ersten intergalaktischen Konflikt, erklärt Herbig. "Stell dir doch mal vor, der Mars wird besiedelt und plötzlich entwickelt sich da so ein Konkurrenzdenken zwischen Erde und Mars und irgendwann drehen die auf dem Mars durch, weil vielleicht die Rohstoffe ausgehen, und denken sich: 'Weißt du was? Fliegen wir mal zurück und holen uns den ganzen Kram wieder'." Auch Zeitreisen spielen bei der Handlung eine wichtige Rolle.

Szenenbild aus Traumschiff Surprise - Periode 1

Zur Miss-Wahl antreten oder die Erde retten?

Ausgerechnet die wohl unfähigste Crew aller Zeiten um Captain Kork und Mr. Spuck, gespielt von Christian Tramitz und Bully selbst als tuntiges Paar, soll die Erde retten. Nur wenn die Mannschaft zurück in die Vergangenheit - ins Jahr 2004 – geht, soll sich die Besiedlung des Mars verhindern lassen, heißt es in dem Film. Kork und Spuck haben jedoch ganz andere Sorgen: Sie wollen sich für die Wahl zur Miss Waikiki fit machen.

Ermüdender Humor

Filmszene (T)Raumschiff Surprise-Periode 1

Til Schweiger: Anspielung auf 'Mission Impossible'

Trotzdem: Die Staatsraison siegt und Dank eines von Til Schweiger gespielten Space-Taxifahrers gelangen Spuck und Kork zuerst auf die Erde und dann durch die Zeit. Leider kann der Film das hohe Anfangstempo nicht halten. Die Gags wirken schnell verbraucht und mit zunehmender Dauer ermüdend. Mehr als ein Schmunzeleffekt hier und da ist nicht mehr drin.

Humor ist natürlich Geschmackssache - aber insgesamt spürt man, dass Regisseur Bully Herbig von der Comedy kommt, und nicht vom Film. Er wäre nicht der erste deutsche TV Komiker, dem es nicht gelingt auf der großen Leinwand durchgängig zu überzeugen. So ist "(T)Raumschiff Surprise Periode 1" sehr albern geraten, das große Lachen bleibt aus. An der Kasse wird der Bully-Film dennoch einschlagen. Zu groß sind die Erwartungen, die Werbetrommeln werden seit Monaten gerührt, so dass ein Film wie dieser ein kommerzieller Selbstläufer werden wird.

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